Im Interview mit dem Wirtschaftsblatt ’Capital‘ fordert der langjährige Vorstands- und jetzige Aufsichtsratschef von Laufhof, Lovro Mandac, liberalere Öffnungszeiten für den Handel. „Ich verstehe ich nicht, warum Online vom Gesetzgeber so geschützt wird. Wenn ich nicht aufmachen darf, warum dürfen dann Zalando und Amazon am Sonntag arbeiten?“. Mandac sei sich sicher, dass Kaufhof heute in dieser Sache Recht bekäme, wenn man vor das Verfassungsgericht zöge. Im ’Capital‘ verlangt Mandac mit Blick auf die initiative von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der ein Dialogforum zur Zukunft gestartet hat, nun ”zumindest Anfänge für die Sonntagsöffnung“.
Arbeitsplätze in Gefahr?
„Wenn wir Einzelhändler rausgehen, weil das Netz uns nicht mehr erlaubt, hier zu arbeiten, dann können Sie die Innenstädte zumachen“, so Mandac weiter. Das betreffe dann auch den Arbeitsmarkt: “Wenn nichts geschieht, dann werden mehr Arbeitsplätze aus dem Einzelhandelstarif der Innenstadt in den Logistiktarif der Außenstadt verlagert.” Wie Mandac gegenüber dem ’Capital‘ sagt, verstehe er nicht, warum die Kirche in der Frage der Sonntagsöffnung so viel Einfluss auf das öffentliche Leben habe, obwohl Deutschland ein säkularer Staat sei.