„Der Einkauf von Produkten bei (Marken-) Herstellern, die Veredelung in Form ausgefeilter (stationärer und online) Sortimentskonzepte inkl. des Weiterverkaufs an Endkunden mit Preisaufschlägen zwischen 5% und 500% – dieses Modell hat keine Zukunft“, so der Handelsexperte Alexander Graf in seinem Beitrag. Das klassische Modell des Einzelhandels basiere auf einer Wertschöpfungskette, die durch die Digitalisierung obsolet geworden sei. Angebotskonzepte, die sich über eine bestimmte Zielgruppe oder ein begrenztes Sortiment definierten, seien fast immer den Plattformkonzepten unterlegen.
„Warenhandel verkümmert“
„Am Anfang sah es noch danach aus, dass diese neuen Plattformformate (Amazon, Zalando, Alibaba…) die Fortsetzung der Handelskonzepte sind, aber spätestens seit diesem Jahr steht fest, dass alle Plattformen die Handelsmarge nicht mehr als wesentliche Ertragssäule ansehen. Das Geschäft hat sich fundamental verändert, indem nun alle großen Plattformen lediglich Reichweite vermieten. Und diese Miete steigt an“, so Alexander Graf. Sein Fazit: „Das Geschäftsmodell Warenhandel ist zum billigen Steigbügelhalter der Plattformökonomie verkümmert und mit ihm platzen auch die letzten Hoffnungen der stationären Händler die sich vergeblich dem Click & Collapse hingeben.“
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