Zudem wurde über die Weiterentwicklung des Laufgut-Konzeptes und die neueste Messtechnik informiert. Mittlerweile gibt es 49 Laufgut-Läden. Das Konzept kommt also an und ist nahezu einzigartig auf dem Markt, wusste Stephan Krug vom Sabu zu berichten. „Das Interesse ist extrem hoch“, so der Geschäftsführer. Er gehe davon aus, dass sich pro Jahr 7 bis 15 Mitglieder für Laufgut entscheiden werden. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Teilnehmer somit auf über 60 steigen. Zudem soll Mitte 2017 auf 350 qm der bis dato größte Laufgut-Store eröffnet werden.
„Schuhe, die nicht passen, werden zu Ladenhütern, werden sie dennoch gekauft werden, werden sie zu Schrankhütern. Das will keiner. Gute und passende Leisten und trotz des modischen Wandels Schuhe mit guter Passform sind somit sowohl für den Kunden als auch den Handel wichtig“, so Krug weiter. Dabei tragen ca. 80 % der Deutschen nicht passendes Schuhwerk, ergänzte Kay Wegerhoff.
Wie bekommt man es hin, besser zu beraten, um besser passende Schuhe zu verkaufen? Das Laufgut-Konzept stellt eine Möglichkeit dar, ist man beim Sabu überzeugt. Der Komfortschuhhandel habe sich auf Kunden spezialisiert, die mehr Weite benötigen. Dies lasse jedoch außer Acht, dass auch Schuhe auf schlanken Leisten ein Spezialisierungspotential für den Handel darstellen können. Mit dem Schuhhaus Hermann Müller aus Messkirch und dem Schuhhaus Peter Schleifer aus Wien stellten sich zwei erfolgreiche Praxisbeispiele vor, deren Hauptumsatz in der Weite C liegt.
Für Überraschungen am Fuß sorgten am Rande des Symposiums die niederländische Bequemschuhmarke The Bird, die auf schmalen Leisten fertigt. So wurde dem ein oder anderen Teilnehmer aufgezeigt, dass der eigene Schuh auch nicht dem entspricht, was der Fuß eigentlich benötigt.