Mit Jean Paul Gaultier widmet sich das Münchner Museum einem Enfant terrible der internationalen Modewelt. Schließlich hat Gaultier mit seinen kühnen und ironischen Kreationen immer wieder tradierte Vorstellungen von Mode und Schönheit herausgefordert.
In seinem gesamten Schaffen macht es sich Gaultier zur Aufgabe, gängige Auffassungen gesellschaftlicher Rollen der Mode zu hinterfragen. So nutzt er etwa ungewöhnliche Materialien wie Federn, Tierhaut, Kristalle, Metalldosen oder Gummi und lässt diese in seinem Pariser Mode-Atelier zu seinen Avantgarde-Kreationen verarbeiten. Berühmt wurden z.B. Gaultiers Männerröcke, durch die er gängige Geschlechter-Stereotype und tradierte Mode-Codes auf den Prüfstand stellt.
In der Ausstellung werden ca. 160 seiner Kreationen von den frühen 1970er Jahren bis heute präsentiert. Neben den Haute-Couture- und Prêt-à-porter-Modellen zählen zu ihnen auch Kostüme und Bühnenoutfits für Popstars; etwa das berühmte Korsett, mit dem Madonna 1990 für Furore sorgte. Auch die enge Zusammenarbeit Gaultiers mit Künstlern wie Peter Lindbergh, Cindy Sherman und Andy Warhol wird anhand von Filmmaterial, Videos und Fotos umfassend präsentiert.
Die Ausstellung kann vom 18.9.2015 bis zum 14.2.2016 besucht werden.
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