Vor allem in den osteuropäischen Ländern spielt jedoch auch die Krise zwischen Russland und der Ukraine weiterhin eine große Rolle. Insgesamt steigt das GfK Konsumklima EU28 seit März jedoch um 1 Punkt auf 10,8 Zähler. Das sind Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa in 15 europäischen Staaten.
Die Griechenlandkrise bestimmte im zweiten Quartal zu einem großen Teil die Stimmung der europäischen Verbraucher. Die Konjunkturerwartung ist in vielen Ländern stagniert oder gesunken. Zum Zeitpunkt der Befragung, die in den ersten beiden Juni-Wochen durchgeführt wurde, spitzten sich die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern immer stärker zu. Der vorläufige Höhepunkt – das vorläufige Scheitern der Verhandlungen, die Schließung der griechischen Banken, das Referendum sowie die erneuten, scheinbar erfolgreichen Verhandlungen – ist in dieser Umfrage daher noch nicht berücksichtigt. Es ist davon auszugehen, dass sich die Stimmung bei den Menschen in Europa, vor allen in der Währungsunion, in den Sommermonaten noch deutlich verschlechtern dürfte. Dies gilt vor allem für Länder wie Deutschland, Italien, Frankreich oder Spanien, die entweder einen hohen Anteil der Schulden Griechenlands tragen oder selbst noch mit einer schwierigen wirtschaftlichen Situation kämpfen.
Die Entwicklung der Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung ist in den verschiedenen Ländern unterschiedlich. Hier waren landesspezifische Einflüsse im zweiten Quartal stärker als die möglichen Auswirkungen eines Austritts Griechenlands aus der europäischen Währungsunion. Insgesamt ist das GfK Konsumklima EU28 im zweiten Quartal jedoch um 1 Punkt auf 10,8 Punkte gestiegen.