Das Konsumklima ist im Juni leicht zurückgegangen. Für Juli prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte nach 10,2 Zählern im Juni. Die Einkommenserwartung steigt dagegen auf einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung, während die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung zum Teil deutliche Einbußen verzeichnen. Im Sog der Grexit-Gefahr geht auch die Anschaffungsneigung etwas zurück, behauptet jedoch ihr insgesamt hohes Niveau.
„Bislang konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Diskussionen um eine Lösung der Schuldenkrise in Griechenland die Konjunkturstimmung nicht nachhaltig beeinträchtigen. Die Wahrscheinlichkeit einer Pleite und eines möglichen anschließenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone wurde bislang – auch von den meisten Experten – als äußerst gering eingeschätzt. Dies hat sich in den letzten Wochen jedoch geändert. Inzwischen scheint der Grexit ein durchaus realistisches Szenario zu sein. Dies verunsichert die Verbraucher, denn die Folgen eines Ausstiegs sind derzeit nicht absehbar. Entsprechend schätzen sie die Konjunkturaussichten weniger optimistisch ein“, schreiben die Experten der GfK.
Möglicherweise sei die aktuelle konjunkturelle Verunsicherung ein Grund für die etwas weniger euphorische Konsumlust der Verbraucher. Dafür würde auch sprechen, dass die Sparneigung im Juni erneut etwas angestiegen ist, wenn auch deren Niveau nach wie vor ausgesprochen niedrig bleibt.