Ziel ist es, neue Lösungen mit einem verbesserten ökologischen Profil zu finden. Gleichzeitig sollen Komfort und Langlebigkeit der aktuell leistungsfähigsten DWR beibehalten oder übertroffen werden. Gore nimmt nach eigenen Angaben damit die anhaltende Debatte über PFCs ernst. PFCs sind Substanzen, die in einer Vielzahl von Anwendungen, etwa in der Automobil-, der Elektro- oder in der Textilindustrie gefunden werden. In Outdoor- und Berufsbekleidung werden perfluorierte Materialien typischerweise zur Imprägnierung von Textilien eingesetzt, um deren wasser-, öl- und schmutzabweisenden Eigenschaften zu verbessern. Diese Imprägnierung wird oft als DWR (durable water repellency) bezeichnet.
Gore arbeitet bereits seit Beginn der PFC-Diskussion in Fachkreisen daran, DWR Imprägnierungen umweltfreundlicher zu machen, teilt das Unternehmen mit. Bernhard Kiehl, Leiter des Nachhaltigkeitsprogramms von Gore Fabrics: „Gore hat eine Vorreiterrolle in der Outdoor-Industrie angenommen, wenn es um den nachhaltigen Umgang mit PFCs geht. Wir haben viel investiert und sind eines der ersten Unternehmen, das die Substanz PFOA aus allen Einsatzstoffen seiner gesamten Textilkollektion verbannt hat.“ Seit dem Jahr 2013 untersuchte Gore eine Reihe von DWR Materialien, basierend auf fluorierten und nicht fluorierten Polymeren, wie beispielsweise auf Kohlenwasserstoff- oder Wachsbasis.
Gore plant, in den nächsten fünf Jahren mehr als 15 Millionen Dollar in die Suche nach alternativen Materiallösungen zu investieren. John P. Cusick, Global Business Leader Consumer Garments: „Wir stehen verschiedenen Ideen und Technologien von internen wie auch externen Quellen offen gegenüber. Als Technologieführer geht unsere Suche über Alternativen zu aktuellen Beschichtungen hinaus. Wir beziehen auch völlig neue Ansätze in unsere Forschung ein, die die benötigten Effekte auf unkonventionelle Weise erzielen könnten. Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren, ohne dabei deren Funktionalität zu beeinträchtigen.“