Insgesamt sei die Lage in den benachbarten EU-Ländern sehr unterschieldich, gibt Marktforschungsunternehmen GfK aus Nürnberg bekannt. In einigen Ländern lösten eher psychologische Faktoren, wie die stärker ins Bewusstsein drängenden Krisen, eine gewisse konjunkturelle Skepsis aus. Entsprechend beurteilten viele Bürger die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung schlechter, als es die inländischen Rahmendaten erwarten ließen. In anderen Ländern standen dagegen nach wie vor Fakten wie Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit im Vordergrund, die somit für die bessere oder schlechtere Einschätzung der Einzelindikatoren verantwortlich waren. Das Konsumklima EU28 ist seit Juni um einen halben Punkt auf 10,3 Zähler im September gesunken. Im August rutschte der Indikator sogar auf 9 Punkte ab.
Deutsche befürchten schwächere Konjunktur
Die Konjunkturerwartungen der Deutschen befinden sich auf Talfahrt. Der Indikator sank im September zum vierten Mal in Folge. Seit Juni büßte er somit 18,5 Punkte ein. Mit einem Wert von 6,4 Punkten lag der Konjunkturindikator im September aber noch immer knapp über seinem Vorjahresniveau von 4,4 Zählern. Auch ihre Einkommensaussichten schätzten die deutschen Verbraucher weniger optimistisch ein als im Juni, heißt es von Seiten der GfK.