„Der Dämpfer der Verbraucherstimmung im August dieses Jahres war offensichtlich keine Eintagsfliege. Auch in diesem Monat müssen die drei Indikatoren Anschaffungsneigung, Einkommens- und Konjunkturerwartung Einbußen hinnehmen”, teilte die GfK mit. Die Konjunkturerwartung verliert dabei am stärksten. Angesichts weltwirtschaftlicher Risiken, zahlreicher Krisenherde sowie des zuletzt stark angestiegenen und weitgehend unkontrollierten Zustroms an Flüchtlingen nehmen bei den Bürgern offenbar die Zweifel hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung zu.
Die Deutschen schätzen zudem zum zweiten Mal in Folge ihre Einkommensaussichten weniger optimistisch ein als im Vormonat. Gründe dafür sind zum einen die eingetrübten Konjunkturaussichten. Zum anderen erwarten die Verbraucher, dass aufgrund des großen Flüchtlingszustroms die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten steigen wird. Dennoch liegt der Indikator nach wie vor auf einem überaus hohen Niveau. Auch im Vergleich zum Vorjahr steht immer noch ein Plus von 4,3 Punkten zu Buche.
Der Eintrübung der Konjunkturaussichten kann sich auch die Anschaffungsneigung nicht entziehen. Der Indikator verliert im September 1,6 Punkte und geht auf 50,4 Zähler zurück. Der Rückgang fällt sehr moderat aus. Das Niveau bleibt dennoch überaus hoch. Obwohl es der vierte Rückgang in Folge ist, verzeichnet der Indikator gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres noch immer ein Plus von 7,9 Punkten.
Für Oktober 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 9,6 Punkte nach 9,9 Zählern im September. Dies ist der zweite Rückgang in Folge. „Dennoch weist der Indikator nach wie vor ein sehr gutes Niveau auf. Betrachtet man die überaus erfreuliche Entwicklung des Einzelhandels, so kann man davon ausgehen, dass der Konsum insgesamt auch weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur in diesem Jahr sein wird”, so die GfK.