Die Stimmung der Verbraucher entwickelt sich im Mai weiterhin uneinheitlich. Das Konsumklima legt leicht zu. Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung steigen etwas an, während die Einkommenserwartung moderat zurückgeht.
Offenbar sehen die Konsumenten momentan bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland in erster Linie die überaus robust verlaufende Binnennachfrage, insbesondere die privaten Konsumausgaben. Die Anschaffungsneigung kompensiert im Mai ihre Verluste aus dem Vormonat nahezu vollständig. Er bleibt damit knapp unter seinem historischen Höchststand von 64,4 Punkten im Oktober 2006. Der Trend zeigt weiterhin nach oben.
Die anhaltend gute Beschäftigungslage, gute Einkommenszuwächse sowie die niedrige Inflationsrate stützen die Konsumneigung nachhaltig. Von der überaus hohen Konsumfreude kann offenbar derzeit vor allem der Einzelhandel profitieren. So stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die realen Einzelhandelsumsätze in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 3,6%.
Für Juni 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2001. Damals stand er bei 11,0 Punkten. Damit setzt das Konsumklima in Deutschland seinen moderaten Aufwärtstrend fort.