Die Konjunkturerwartungen der Deutschen musste im Herbst des vergangenen Jahres weitere Verluste hinnehmen. Der Indikator fiel mit 5,3 Zählern im November auf den niedrigsten Wert seit Feburar 2013. Zum Ende des vierten Quartals stabilisierte er sich leicht, sank aber im Vergleich zum dritten Quartal um 3,5 Punkte auf 2,9 Zähler. Die Nürnberger Marktforscher berichten, dass die tatsächliche Wirtschaftslage sich jedoch deutlich besser darstelle als die Stimmung der deutschen Verbraucher. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal um 1,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahr 2015 um 1,7% und damit so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Deshalb ist laut GfK davon auszugehen, dass sich auch die Konjunkturerwartung der deutschen Verbraucher wieder positiv entwickeln wird.
Im Gegensatz zur Konjunkturerwartung stiegen die Einkommensaussichten der deutschen Konsumenten zwischen September und Dezember um 3,1 Punkte auf 50,8 Zähler. Im November sank der Indikator zwischenzeitlich auf seinen Jahrestiefststand von 44,4 Zählern. Gemessen am Vorjahreszeitpunkt schlägt ein Plus von fast 10 Punkten zu Buche.
Die Anschaffungsneigung konnte ihr überaus hohes Niveau auch im Herbst halten. Der Indikator verlor zwischen September und Dezember lediglich 1,4 Punkte. Zum Jahresabschluss stand er bei 49,0 Punkten und lag damit exakt auf Vorjahresniveau.