Nachdem sich die Konjunkturerwartung im Vormonat kaum verändert hat, hat sie sich im März leicht abgeschwächt. Laut den Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie verliert der Indikator 2,9 Zähler und liegt nun bei 0,5 Punkten. Im Vergleich zum entsprechenden Wert des Vorjahres steht aktuell ein Minus von gut 36 Zählern zu Buche.
Offenbar scheinen weltwirtschaftliche Risiken, und hier in erster Linie die konjunkturelle Abschwächung in wichtigen Exportländern Deutschlands, wie China und den USA, nicht ohne Wirkung auf die Verbraucher zu sein. Denn dies dürfte laut den Experten der GfK sowohl die Exportaussichten als auch die Investitionsneigung der deutschen Unternehmen beeinträchtigen.
Dagegen verbesserte sich in der deutschen Wirtschaft die Stimmung zuletzt wieder etwas. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März nach drei Rückgängen in Folge wieder an. Allerdings gehen inzwischen die ersten Experten davon aus, dass sich die Wachstumsdynamik in Deutschland leicht abschwächen könnte. So hat zum Beispiel das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kürzlich seine Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,7% (Dezember 2015) auf 1,6% revidiert. Das Hamburgische WeltwirtschaftsInstitut (HWWI) geht sogar nur noch von 1,3% aus.
Einkommenserwartung mit Einbußen
Als Folge der gedämpften Konjunkturaussichten gibt auch die Einkommenserwartung im März einen Großteil der Gewinne aus dem Vormonat wieder ab. Nach dem Plus von 9,5 Zählern im Februar büßt der Indikator aktuell 6,2 Punkte ein. Er weist nun 50,5 Zähler auf. Trotz der Verluste ist das Niveau der Einkommensstimmung mit einem Wert jenseits der 50-Punkte-Marke nach wie vor als überaus hoch zu bezeichnen.
Anschaffungsneigung mit leichten Verlusten
Im Sog der rückläufigen Einkommenserwartung erleidet auch die Anschaffungsneigung im März leichte Verluste. Allerdings ist das Minus mit 2,7 Zählern wesentlich geringer als beim Einkommensindikator. Der Konsumindikator weist somit exakt 50 Punkte auf. Trotz der leichten Einbußen ist die Konsumlaune bislang ungebrochen.