„Die Gesamtumsätze der deutschen Modeindustrie in 2014 haben die Hersteller nicht enttäuscht. Wir schließen mit einem Plus von gut 2%“, beschreibt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, die wirtschaftliche Lage. „Trotz der Krisen in aller Welt, starken Währungsschwankungen und den Exporteinbrüchen in Russland und der Ukraine konnten die Unternehmer mit vermehrten Kräften dieses schwierige Jahr bewältigen.“
Russland und Ukraine sind laut German Fashion erwartungsgemäß die Exportländer mit den stärksten Rückgängen, Russland um rund 10% und die Ukraine sogar um 25%. Bei den wichtigsten Exportländer der Branche liegt folgende Rangliste vor: Österreich, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Belgien, Vereinigtes Königreich, Polen, Russland, Italien und Spanien. Der Gewinner im Export heißt Vereinigtes Königreich mit einer Zuwachsrate von knapp 25%.
Fernost vor Osteuropa
„Entgegen der Vermutung, dass sich die Beschaffung der Bekleidungsindustrie wieder zurück nach Osteuropa bewegt, ist der Zuwachs in Fernost mit einem Plus von rund 7% ungebrochen, während Osteuropa demgegenüber um 1,8% zulegte“, erläutert Gerd Oliver Seidensticker den aktuellen Importtrend. Dieser Aussage folgen die Top Ten der Importländer in 2014: China, Bangladesch, Türkei, Niederlande, Indien, Italien, Vietnam, Kambodscha, Pakistan und Indonesien. Erstmalig ist Pakistan in die Top Ten aufgestiegen mit einem Zuwachs von rund 25%. Ebenfalls stark gewonnen hat Indien mit knapp 15%. Bangladesch stellt sich weiter positiv dar mit Zuwachsraten von knapp 7%. „In 2015 wird es weiterhin verstärkt darum gehen, den weltweiten Krisen, die sowohl die Export- als auch die Importmärkte betreffen, mit flexiblen Alternativen zu begegnen“, betont Seidensticker.