„Die Marke Gabor ist weithin bekannt für die Herstellung hochwertiger Schuhe. Allerdings verwenden Sie als Material hauptsächlich Leder, das Sie mitunter aus Indien beziehen. Vor-Ort-Ermittlungen von PETA und ihren Schwesterorganisationen konnten beweisen, dass die Kühe auf den Todesmärschen zu den Schlachthäusern immer wieder geschlagen werden. Tiere auf Lastwägen werden so zusammengepfercht, dass sie sich gegenseitig zerquetschen oder mit ihren Hörnern aufspießen“, heißt es in der Online-Petition von Peta. Die Organisation will durch eine Unterschriften-Aktion Gabor zum Verzicht auf Leder bewegen.
Reaktion von Gabor
In einer Stellungnahme weist Gabor die Vorwürfe von Peta zurück. „Die Schlachtbetriebe, die auf den von Peta veröffentlichten Bildern zu sehen sind, stammen nicht von Betrieben, mit denen Gabor zusammenarbeitet. Weder besitzt noch betreibt noch beauftragt Gabor Schlachtbetriebe“, stellt das Unternehmen aus Rosenheim klar. Zudem produziere Gabor keine Schuhe in Indien. Vielmehr werde zu 85% in Europa gefertigt. Den größten Teil der Oberleder kaufe der Hersteller in Italien ein. „Es gibt Komponenten (Schuh-Oberteile), die Gabor zum Teil und schon seit Jahrzehnten in Indien fertigen lässt. Dafür schicken wir häufig Leder aus Europa extra zur Verarbeitung dort hin. Den geringen Rest-Anteil an Leder, den wir aus Indien beziehen, beziehen wir nicht bei Schlachtbetrieben, sondern über die oben erwähnten Komponentenfertiger, die, so wie alle Gabor Lieferanten, strengen Auflagen und Kontrollen unterliegen“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Alle Lieferanten müssten die Standards und den Verhaltenskodex von Gabor erfüllen und werden regelmäßig vor Ort kontrolliert. Der Hersteller beschäftigt in Indien 12 Mitarbeiter. „Gabor weist daher die Vorwürfe und die unehrliche Darstellung von Peta, die irreführend und zutiefst rufschädigend ist, zurück. Gabor unterstützt auch nicht die Forderung von Peta für ein generelles Lederverbot“, teilt der Hersteller mit.