In 2015 setzt das Unternehmen mit allen Marken 9,5 Mio. Paar Schuhe ab. Dies entspricht einem Minus von 2,1%. Der Umsatz ging um 4,9% zurück und erreichte 393 Mio. Euro (incl. Lizenzen, Gabor Shop & Store GmbH und Gabor Footwear GmbH).
Allein mit der Marke Gabor wurde ein Umsatz von 339 Mio. Euro erzielt (Minus 4,1%). Die Absatzmenge verringerte sich auf 8,3 Mio. Paar (-2,2%). Der Exportanteil (Umsatz) stieg leicht auf 50,4%. Mit der Marke Camel Active wurden 41 Mio. Euro Umsatz erzielt, den Rest steuerten nach Unternehmensangaben die Lizenzen bei.
Zum Ende des Jahres 2015 gab es weltweit 651 Gabor-Flächen (+25), die als Monostores oder Shop-in-Shops überwiegend von selbständigen Händlern geführt wurden. Die Zahl der Mitarbeiter ging per 31.12.2015 leicht zurück auf 3.215, davon 430 in Deutschland und knapp 2.800 in den beiden europäischen Werken in Portugal und der Slowakei.
Trotz der Umsatzrückgänge bewertet Gabor das erzielte Ergebnis positiv, da die Rahmenbedingungen derzeit herausfordernd seien. „Aufgrund mehrerer zu milder Winter hat der Handel hohe Lagerbestände aufgebaut und daher insgesamt weniger neue Ware eingekauft. Außerdem macht der fortwährende Strukturwandel hin zu mehr Internetkäufen vielen Händlern mit klassischem Ladengeschäft zu schaffen“, heißt es seitens des Rosenheimer Unternehmens.
Auch im Export gebe es Herausforderungen. Die angespannte Situation in Russland und der Ukraine sowie die Schwäche des Rubels haben laut Gabor die Verkäufe in dieser Region schrumpfen lassen. Auch in anderen Ländern spüre man stellenweise das Ausbleiben russischer Touristen. In einigen osteuropäischen Ländern sei es aufgrund von politischen Festlegungen, z.B. der Streichung der Sonntags-Öffnungszeiten in Ungarn, zu Umsatzeinbußen gekommen.
Die Schweizer Händler litten wiederum unter der starken heimischen Währung und der massiven Abwanderung von Kaufkraft ins benachbarte Ausland, insbesondere in den Grenzregionen.
Gleichwohl teilt Gabor mit, man habe für F/S 2016 das zweitbeste Verkaufsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen können. Man sei für das Gesamtjahr 2016 optimistisch.