Wie der Schuhhersteller aus Rosenheim erklärt, könnte bei der TV-Reportage der Eindruck entstehen, dass Gabor unter solchen Bedingungen produzieren würde. Doch die Bilder aus Gerbereien, in denen unzulässige und unzumutbare Arbeits- und Umweltbedingungen gezeigt wurden, sollen nicht von Gabor-Auftragnehmern stammen. Für Gabor hätten „faire Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz einen hohen Stellenwert“, teilt Gabor mit.
Code of Conduct
Für die Zusammenarbeit mit seinen Zulieferbetrieben habe Gabor einen Code of Conduct entwickelt: Der Verhaltenskodex beinhalte konkrete Verhaltens- und Vorgehensweisen zu wichtigen Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsthemen und orientiere sich an den Standards der ILO Arbeits- und Sozialstandards. Er soll zudem angemessene Entlohnung und berufliche Förderung sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz regeln. Bereits seit mehr als 10 Jahren wende Gabor den Code of Conduct an und entwickele ihn regelmäßig weiter. Darüber hinaus informiert Gabor, dass Mitarbeiter täglich vor Ort seien und die Einhaltung der Regelungen überprüfen.
Aktuelle Maßnahmen vor Ort
Um den gezeigten Bildern verantwortungsbewusst nachzugehen, fordert Gabor seine Lieferanten auf, aktuelle Nachweise über deren Unter-Auftragnehmer zu erbringen und dort umgehend Kontrollen durchzuführen. Diese zeitnah durchzuführenden Prüfungsmaßnahmen werden durch die Gabor-Mitarbeiter vor Ort überwacht. Der Beitrag ist für Gabor Anlass, Kontrollen und Prüfverfahren weiter zu intensivieren, heißt es von Gabor.
Produktionsstätten
Der größte Anteil der Gabor Schuhe wird nach Unternehmensangaben in eigenen Produktionsstätten in der Slowakei und Portugal hergestellt. Darüber hinaus kaufe Gabor bei langjährigen Lieferanten in Asien zu. Aus Indien beziehe man jedoch keine fertigen Schuhe, sondern nur Komponenten. Die eingesetzten Leder kommen zum großen Teil aus Italien. Einen geringeren Anteil der Leder beziehe Gabor z.B. aus Portugal oder Indien.