Insgesamt 827 Mio. Euro gaben Verbraucher im vergangenen Jahr für Fairtrade-Waren aus, 173 Mio. mehr als im Vorjahr. Ein Plus von 26%. „Der deutsche Fairtrade-Markt entwickelt sich sehr dynamisch“, so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath.
„Nachhaltige Entwicklung ist ein komplexer Prozess, der Zeit braucht und auch von vielen externen Faktoren abhängt. Der Diskurs mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist daher ein wichtiger Arbeitszweig von Fairtrade, um die Erfahrungen aus dem Fairen Handel auch in die Politik einzubringen“, sagte TransFair-Vorstandsvorsitzender Heinz Fuchs. „Für Produktion und Handel braucht es soziale, ökologische und menschenrechtlich verbindliche Standards – und dafür ist die Politik zuständig. Als freiwilliger Standard belegt der Faire Handel, dass die Umsetzung möglich ist.“ Elementar sei zudem der Aufbau starker Strukturen im Süden, betonte Larry Attipoe, Direktor für Entwicklung bei Fairtrade International.
Positiv entwickelten sich neben Lebensmitteln und Blumen auch weitere Produktbereiche, darunter Honig, Baumwollprodukte oder Softdrinks. 79% der Fairtrade-Lebensmittel trugen im vergangenen Jahr auch ein Bio-Siegel.