Über 1.400 Aussteller zeigen zwischen dem 11. und 14. Juni auf der Expo Riva Schuh ihre Kollektionen. Wie gewohnt liegt dabei ein starker Fokus auf Pronta Moda. „Wir waren die ersten Veranstalter, die konsequent an einem frühen Zeitpunkt geglaubt haben – das macht sich heute bezahlt“, erklärte Roberto Pellegrini von der Messegesellschaft Riva del Garda im Rahmen der Messeeröffnung. So gebe es in der Modebranche aktuell eine intensive Debatte über Lead Times, Order- und Lieferrhythmen. „Das bestätigt uns darin, dass der Zeitfaktor ein entscheidender ist“, so Pellegrini.
Auf dem Prüfstand
Zum Auftakt der Messe waren die Messehallen gut gefüllt, allerdings wurden von mehreren Ausstellern insgesamt weniger deutsche Besucher am Gardasee erwartet. „Die Branche stellt aktuell alles auf den Prüfstand und dazu gehören auch die Messen“, sagte Armin Wild von SPM. In vielen Gesprächen wurde vor der Planung der Zukunft ausführlich über die Vergangenheit gesprochen. Seit der letzte Ausgabe der Riva-Messe ist schließlich vieles passiert: Unternehmen sind vom Markt verschwunden oder haben neue Eigentümer. Einig war man sich, dass diese Vorgänge erst der Anfang einer grundlegenden Veränderung der Branche gewesen sind. Allerdings zeichnet es die Expo Riva Schuh seit jeher aus, dass die Stimmung an vielen Ständen dennoch als durchweg positiv bewertet wurde.
Brücken statt Mauern
„Wir müssen mehr tun als in der Vergangenheit, um zu bestehen“, erklärte Josef Dehmer von Ambitious gegenüber schuhkurier. Auch in dieser Hinsicht herrschte Einigkeit unter Lieferanten und Händlern. Mit dem sturen Festhalten an alten Rezepten kann die Zukunft nicht gewonnen werden. Allerdings, so Tim Piepmeyer von Idana, mangele es so manchen Händler noch an Einsicht. „Wir müssen Brücken bauen und keine Mauern errichten! Doch was geschieht? Es wird weiter nur um Preise und Konditionen gefeilscht. Ist das noch zielführend?“
Einen ausführlichen Bericht von der Expo Riva Schuh lesen Sie in schuhkurier 24/2016, die am 17. Juni erscheint.