Die Expo Riva Schuh feiert im Juni die 90. Ausgabe. Was zeichnet die Messe aus?
Die Geschichte unserer Messe ist einzigartig. Natürlich hat es in den vergangenen 45 Jahren viele Veränderungen gegeben, aber dabei ist es immer gelungen, die besondere Atmosphäre zu bewahren. So gibt es einige Aussteller, die seit den Anfangstagen auf der Expo Riva Schuh präsent sind. Und hinzu kommen viele weitere aus der ganzen Welt!
Was steckt hinter dem neuen Konzept Gardabags?
Details machen den Unterschied, das gilt insbesondere für die Welt der Mode. Immer mehr unserer Aussteller bieten neben Schuhen auch Lederwaren an. Mit Gardabags wollen wir diesem Segment künftig im Palavela-Gebäude eine eigene Heimat geben. Zum Start werden hier Lieferanten aus Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, China, Indien und Thailand Taschen, Gürtel und Kleinlederwaren ausstellen.
Die Besucherzahlen der Expo Riva Schuh sind seit Jahren konstant. Wie erklären Sie dies?
Ja, es stimmt. Die Expo Riva Schuh ist vor allem für den Volumensektor ein unverzichtbarer Treffpunkt. Besonders wichtig ist in dieser Hinsicht der frühe Termin, der exakt den Bedürfnissen von Ausstellern und Besuchern entspricht. Die Einkäufer können hier einen ersten Eindruck von den Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2019 gewinnen und zugleich kurzfristige Order für Herbst/ Winter tätigen. Und hinzu kommt das Ambiente in Riva del Garda, das im internationalen Messekalender unvergleichlich ist.
Glauben Sie an die Zukunft von Messen auch im digitalen Zeitalter?
Es ist paradox: Die digitale Revolution und das Wachstum des Onlinehandels haben die Bedeutung der Messen sogar gestärkt. In Zeiten, in denen die Trendzyklen immer schneller werden und sich neue Vertriebskanäle entwickeln, ist der persönliche Austausch umso wichtiger geworden. Denn nur so lassen sich Themen zuverlässig bewerten und Strategien finden, die von allen Beteiligten entlang der Lieferkette geteilt werden.