Die Experten der Deutschen Bank prophezeien, dass der Euro noch in diesem Jahr die Schwelle von einem Dollar erreichen wird. Die Analysten rechnen außerdem damit, dass der Euro bis 2017 auf 85 Cent abstürzt. Damit würde der Kurs ab heute um 22% zurückgehen.Dabei hat der Euro bereits seit Mai 2014 dramatisch abgewertet. Zum Dollar verlor die Gemeinschaftswährung knapp 30%.
Bereits im Januar hatte die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE) mitgeteilt, dass sie im Jahr 2015 steigende Preise für Konsumgüter erwarte. Durch die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar würden sich Einfuhren aus vielen Importregionen verteuern. „Für 2015 rechnen wir damit, dass die Importpreise durch die anhaltende Euro-Schwäche erstmals seit zwei Jahren wieder anziehen werden“, sagte AVE-Geschäftsführer Jens Nagel. „Hält der Kursverfall an, wird sich das auch bei den Verbraucherpreisen bemerkbar machen.“ Betroffen wären Importe aus dem Dollar-Raum sowie insbesondere Schuhe, Textilien, Elektronik und Haushaltswaren aus Asien, wo überwiegend in US-Dollar abgerechnet wird.