“Das ist ein klares Signal, dass die Beschäftigten in ihrem Kampf für existenzsichernde und gute Arbeitsbedingungen nicht nachlassen. Sie sind nicht bereit zu akzeptieren, dass ihnen das Unternehmen einseitig und völlig willkürlich die Arbeitsbedingungen diktiert”, sagte Stefanie Nutzenberger, Verdi-Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel.
An den fünf Standorten hatten Beschäftigte in der Nacht von Sonntag auf Montag (26./27.10.) bzw. am Montag früh die Arbeit niedergelegt. In Bad Hersfeld, Leipzig, Graben und Rheinberg dauern die Streiks bis einschließlich Mittwoch (29.10.), in Werne bis einschließlich Dienstag (28.10.) bis zum Ende der Spätschicht an.
Die ersten Streiks bei Amazon begannen im Mai 2013. Das Versandhandelsunternehmen verweigere seinen Beschäftigten bis heute einen Tarifvertrag. Beschäftigte von Amazon klagen unter anderem über extrem hohen Leistungsdruck, krankmachende Arbeitsbedingungen und die hohe Anzahl an Befristungen.