„Im Vergleich zum Vorjahr resultiert daraus eine Zunahme um 54%. Das unterstreicht das anhaltend hohe Vertrauen seitens der Investoren in diesen Immobilientyp“, sagt Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland. Ausschlaggebend für die deutliche Zunahme des Transaktionsvolumens waren mehrere großvolumige Einzel- und Portfolioverkäufe, wobei vor allem der Erwerb des Kö-Bogens in Düsseldorf für mehr als 400 Mio. Euro durch Art-Invest sowie des Aquis Plaza (ehem. Kaiserplatzgalerie) in Aachen für rund 290 Mio. Euro durch KG Farmsen als bisher größte Single Deals im Einzelhandelssegment hervorzuheben sind. Der Anteil internationaler Investoren lag Ende des dritten Quartals mit einem Investmentvolumen von 1,2 Mrd. Euro bei rund 22%.
Etwa 2,2 Mrd. Euro des bis zum Ende des dritten Quartals angelegten Kapitals wurden in Einkaufszentren investiert, die damit einen Anteil von 39% am Transaktionsvolumen erreichten. Fachmarktzentren und Fachmärkte erzielten ein Investmentvolumen von 1,7 Mrd. Euro, dicht gefolgt von innerstädtisch gelegenen Immobilien wie Geschäftshäusern oder Warenhäuser mit knapp 1,6 Mrd. Euro. „Analog zum gesamten gewerblichen Investmentmarkt gilt auch im Segment Einzelhandel, dass besonders nachgefragte und ’sichere‘ Immobilientypen wie Geschäftshäuser in 1A-Lagen oder neu gebaute Einkaufszentren in etablierten Lagen weiterhin sehr teuer sind“, sagt Andreas Trumpp. „Im Schnitt muss für erstklassige innerstädtische Geschäftshäuser in den Topstandorten mit einer Spitzenrendite von 4,25% und bei Einkaufszentren von 5,20% gerechnet werden“, führt er weiter aus. „Aufgrund der sich am Markt befindlichen Objekte ist mit einem regen Marktgeschehen bis Jahresende und darüber hinaus zu rechnen“, erwartet Andreas Trumpp mit Blick auf die kommenden Monate.