Mit einer zentralen Streikversammlung auf dem Düsseldorfer Burgplatz wollen am 3. Juni die Beschäftigten des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen protestieren. „Angesichts der Umsatzsteigerungen und Gewinne beider Branchen sind die bisherigen Angebote beschämend für unsere Kolleginnen und Kollegen“, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer.
Die Arbeitgeber im Einzelhandel hatten für die 460.000 sozialversicherungspflichtig und 236.000 geringfügig Beschäftigten in der ersten Verhandlungsrunde lediglich eine Entgelterhöhung von 1,5% angeboten. Für eine Verkäuferin im Endgehalt bedeutet das Angebot eine Erhöhung von 22 Cent pro Stunde. Eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge für die gesamte Branche sowie eine Mindestanhebung als soziale Komponente lehnen die Arbeitgeber bisher kategorisch ab. Verdi fordert 5,5% mehr, mindestens jedoch 140 Euro Lohn und Gehalt, 5,5% mehr Ausbildungsvergütung (Laufzeit 12 Monate) und die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.
Im Groß- und Außenhandel fordert Verdi ebenfalls 5,5%, mindestens aber 140 Euro mehr bei einer 12monatigen Laufzeit des Tarifvertrages. Die Arbeitgeber boten bisher lediglich einen Zweijahresabschluss von 2 und 1,5% an, verlangten aber im Gegenzug eine Streichung der Zuschüsse für Samstagsarbeit und eine Arbeitszeitverlängerung an Heiligabend und Silvester.