Die Verkaufsfläche im österreichischen Einzelhandel geht seit Jahren immer weiter zurück. Nach Angaben der RegioData Research GmbH, Spezialist für regionale Wirtschaftsdaten in Europa, sind es fast 200.000 qm weniger als im Jahr 2016.
Trend: Steigende Flächenkosten und steigende Internetumsätze
Während die Internetumsätze nach wie vor steigen und in einigen Branchen schon über ein Viertel des gesamten Umsatzes vom stationären Handel abziehen, steigen die Kosten für die Bewirtschaftung der Handelsflächen: Miete, Betriebskosten, Marketingaufwendungen, etc. Viele Unternehmen verkleinern daher ihre Betriebstypen oder geben Standorte komplett auf. Neue Großflächen sind extrem selten geworden.
Trend: Österreich hat trotzdem noch immer eine der höchsten Verkaufsflächendichten in Europa
Obwohl die Tendenz der Verkaufsflächendichte deutlich negativ ist, verfügt Österreich aktuell mit knapp 1,7 qm pro Einwohner noch immer über eine der höchsten Dichten in Europa. Übertroffen wird dieser Wert derzeit nur von der Schweiz, wo der Dichtewert nur knapp höher liegt.
Trend: Strukturelle Veränderungen im Einzelhandel
Mehr Flächen für Mode und Drogerie, weniger für Schuhe und Spielwaren: In den einzelnen Branchen des Einzelhandels gibt es bei der Verkaufsflächenentwicklung starke Unterschiede. Während der Modehandel und die Drogerien unerschrocken weiter expandieren, verzeichnen der Schuhhandel und der Spielwarenhandel Rückgänge.