Junge Menschen im Alter von 20 bis 25 Jahren haben ihre spezielles Konsumverhalten. Rund 42% der an der Kurzzeitstudie des ECC Köln teilgenommenen ’Smart Natives‘ nutzen Musik-Streaming-Dienste und fast ebenso viel entsprechende Film-Plattformen. zudem haben 17% der Befragten bereits Car- oder Parkplatz-Sharing-Angebote genutzt oder (Designer-) Kleidung für einen Zeitraum gemietet.
Online-Potenziale für neue Beratungskonzepte
In puncto Beratung offenbart der Blick auf die junge Zielgruppe Potenzial für den Online-Handel. So ist fast jeder vierte Smart Native nach dem Online-Kauf unsicher, das richtige Produkt bestellt zu haben. Die zahlreichen online verfügbaren Informationen richtig zu bewerten, stellt viele vor eine Herausforderung. Abhilfe können Beratungsangebote, wie Curated Shopping, schaffen, die aktuell insbesondere in der Modebranche angeboten werden. „Mit Curated Shopping wird die Brücke zwischen dem anonymen Online-Shopping und einer persönlichen Beratung im stationären Geschäft geschlagen. Der Service verleiht Konsumenten ein Gefühl von Exklusivität und bietet Händlern ein hohes Cross- und Upselling-Potenzial“, so Dr. Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting ECC Köln.
Kanaldenke ist out – Fehlendes Angebot begünstigt Online-Handel?
Smart Natives shoppen selektiv – mal online, mal offline. Eine klare Präferenz für einen Einkaufskanal gibt es nicht, die Kanaldenke ist out. Vor allem in den Branchen Lebensmittel, Kosmetik und Technik nimmt die Präferenz für einen bestimmten Kaufkanal – online oder stationär – erkennbar ab. Im Vergleich zu 2013 ist der Anteil derer, die gerne in beiden Kanälen kaufen, gestiegen. Trotz steigender Online-Umsätze, nimmt der Anteil der Smart Natives, die Wohnartikel, Fashion und Technik lieber im stationären Handel kaufen möchten, zu. Ein möglicher Grund: Fehlt das Angebot im stationären Handel, wird problemlos in den Online-Kanal gewechselt, obwohl der Artikel vielleicht lieber im Geschäft vor Ort gekauft würde.