Die Studie von RetailMeNot hat gezeigt, dass der deutsche Online-Handel 2015 mit rund 23% das stärkste Umsatzwachstum unter den betrachteten Märkten (EU-Schnitt: 18,6%) verzeichnet hat. Insgesamt erwarten die Experten, dass der deutsche Einzelhandel 2016 ein leichtes Umsatzplus von 1,7% erwirtschaftet, bei leicht rückläufigem Einnahmen aus dem stationären Handel (-1,7%).
Hauptverantwortlich für das deutliche E-Commerce-Wachstum im vergangenen Jahr war der mobile Handel, der Einzelhändlern Umsätze von 14,6 Mrd. Euro bescherte und sich damit gegenüber 2014 mehr als verdoppelte (+103,1%). Anders ausgedrückt, wurde somit bereits mehr als jeder vierte Euro im E-Commerce (27,7%) über ein Smartphone oder Tablet umgesetzt – in diesem Jahr soll es sogar jeder dritte werden (34,0%). Denn auch 2016 gehen die Experten von einem deutlichen Anstieg der Einnahmen aus mobilen Kanälen aus: 21,2 Mrd. Euro Umsatz und damit ein Wachstum um 45,2% werden für das laufende Jahr prognostiziert, wobei 11,9 Mrd. (+39,5%) auf Smartphones und 9,3 Mrd. auf Tablets entfallen werden (+53,2%).
„Gut jeder zweite deutsche Online-Shopper, und damit mehr als jeder vierte Bundesbürger, hat im vergangenen Jahr etwas über mobile Endgeräte eingekauft. Diese beeindruckende und international führende Quote zeigt, dass sich das Smartphone, über seine Funktion als treuer Shopping-Begleiter und Recherche-Tool hinaus, unter deutschen Verbrauchern auch als Einkaufskanal etabliert hat“, erklärt Karina Spronk, Leiterin Partner Management Deutschland bei RetailMeNot. „Maßgeblich zum anhaltenden Erfolg tragen natürlich die kontinuierlichen Maßnahmen der Händler bei, das mobile Einkaufserlebnis für ihre Kunden zu verbessern, indem sie unter anderem ihre mobilen Shops intuitiver gestalten, attraktive Apps mit Funktionsmehrwert anbieten und die mobile Bezahlung vereinfachen.“
„Und auch für den stationären Handel birgt die steigende Mobile Durchdringung großes Potential. Dank erfolgreicher erster Versuche mit neuen Technologien, wie zum Beispiel Geolokalisierung und Beacons zur zielgerichteten Aussteuerung von personalisierten Produktinformationen und Angeboten, wächst das Interesse der Händler, das omnipräsente Smartphone für sich zu nutzen, um Verkaufskanäle sinnvoll miteinander zu verknüpfen, Kunden per maßgeschneiderter Interaktion in die Läden zu locken und das In-Store-Erlebnis aufzuwerten“, so Karina Spronk weiter. „125 Millionen Euro Umsatz konnte der deutsche stationäre Einzelhandel im vergangenen Jahr bereits auf den Einsatz von Mobile Marketing-Maßnahmen zurückführen“.
Die Studie wurde von RetailMeNot in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research in zehn Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien, und den USA) im Januar 2016 durchgeführt.