Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. verlief das Weihnachtsgeschäft für den Onlinehandel enttäuschend. So seien die Online-Umsätze mit Waren an Endkunden mitten im Weihnachtsgeschäft inklusive den Black Friday-Rabattaktionen um 4,2% eingebrochen. Das geht aus aktuellen BEVH-Umfragen im Vergleich zum Vorjahr. Bei einer generellen Sparneigung der Kundinnen und Kunden sei weniger Geld für Händler übriggeblieben. Vielmehr greifen diese auf Billigangebote zurück. Laut BEVH vermiese das schlechte Weihnachtsgeschäft die Hoffnung der Branche, dieses Jahr mit einer positiven Note beenden zu können. So resultiere nach elf Monaten nun ein aufgelaufenes Minus von 1,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2023.
„Seit Oktober häufen sich die Nachrichten eines massiven Stellenabbaus in der Wirtschaft, insbesondere im wichtigen Automobilsektor“, erklärt Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH. „Das Auseinanderbrechen der Ampel-Koalition und die Unsicherheit, wie sich die Politik der neuen US-Regierung auf Deutschland auswirken wird, lassen in der Bevölkerung keine ungetrübte Weihnachtsstimmung aufkommen. Viele Geschenke werden in der Folge nur zu einem subventionierten Preis gekauft. Hier bestätigt der E-Commerce die Aussagen der Konsumbarometer und den Trend im gesamten Einzelhandel.“
Der Cluster Bekleidung verzeichnete in den beiden gemessenen Monaten Oktober und November ein Minus von -8,2%. Hier sind die Umsätze von 3,63 auf 3,33 Mrd. Euro gesunken. Im Sektor Schuhe sanken die Online-Umsätze von 741 auf 695 Mio. Euro, und damit um -6,2%.