Trotz des vermehrten Einsatzes digitaler Geräte bei medizinischen Behandlungen ist in der Orthopädie klassischer Trittschaum weiterhin die erste Wahl, um Fuß-Fehlstellungen zu untersuchen. Anhand des gleichmäßigen, dreidimensionalen Abdrucks im Material können Form und Belastungsverhältnisse der Füße schnell und einfach erkannt werden. Um eine optimale Qualität des Abdrucks zu gewährleisten, muss der verwendete Trittschaum hochwertig sein. Orthopädietechniker können dies anhand dreier Merkmale überprüfen:
1. Dichte und Eindruckhärte des Trittschaums
Hergestellt wird Trittschaum traditionell aus Phenolharzen, die in unterschiedlichen Produktionsverfahren geschäumt werden. Die verwendeten Roh- und Zusatzstoffe und deren Verarbeitung sind am Ende für die Genauigkeit des Fußabdrucks verantwortlich. „Damit der Trittschaum bei der Anwendung weder spröde noch brüchig ist, spielt auch die Dichte eine wichtige Rolle“, erklärt Christiane Spin, Geschäftsführerin des Gronauer Herstellers Spigron Spin. „Je mehr Material bei der Produktion des Schaums verwendet wird, umso höher ist seine Dichte und folglich seine Stabilität. Für die Patienten bedeutet dies, dass sie den Fuß weniger belasten müssen.“ Über eine spezielle Rezeptur gelingt es Spigron Spin dabei, für den Trittschaum einen angenehm weichen Härtegrad zu erzielen. Neben dem persönlichen Empfinden bestätigen dies auch unabhängige Prüfungslabore wie Intertek Consumer Goods. Die kontrollieren und charakterisieren den geschäumten Spezialkunststoff nach der europäischen Norm DIN EN ISO 2439. Das Ergebnis: Trittschäume, die eine hohe Dichte aufweisen, können in ihrer Struktur dennoch weicher sein als herkömmliche Produkte.
2. Angenehm in der Anwendung
Bei der Entwicklung seiner weicheren Variante MedStep soft geht Spigron Spin noch einen Schritt weiter: „Um die besondere Zellstruktur und Weichheit zu erhalten, haben wir ein spezielles Aufschäumverfahren entwickelt“, erklärt Christiane Spin. Auf die Praxis angewandt, bedeutet dies, dass der Patient während des orthopädischen Verfahrens nur einen sehr geringen Wiederstand erlebt. Druck- und schmerzempfindsame Hautpartien werden somit minimal belastet. Wichtig: Auch weicherer Trittschaum sollte nicht federnd sein. Auf diese Weise bleibt eine gleichmäßige und konstante Vertiefung über die gesamte Trittfläche auch nach dem Heraustreten bewahrt. Um vor der Anwendung der Produkte deren unterschiedliche Härtegrade erkennbarer zu machen, produziert Spigron Spin seine Schaum-Lösungen in verschiedenen Farbtönen. Zudem stehen neben der Standard-Größe drei weitere Einheiten zur Verfügung.
3. Dermatologisch getestet
Da es sich bei Trittschaum grundsätzlich um ein Gesundheitsprodukt für einen großen, heterogenen Patientenkreis handelt, darf er nicht zytotoxisch sein. Qualitätsnormen wie die DIN EN ISO 10993-5 und 10993-10 zertifizieren die gute Hautverträglichkeit des geschäumten Spezialkunststoffs: Er löst keine Entzündungen oder Unverträglichkeiten aus. Bei Spigron Spin erfüllt sowohl der herkömmliche Trittschaum als auch MedStep soft diese Anforderungen, sodass die Produkte auch bei Orthopädiepatienten verwendet werden können, die zu Allergien oder Hautirritationen neigen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das CE-Zeichen.
Fazit
Bewährte Produkte und Neuentwicklungen wie MedStep soft von Spigron Spin zeigen, dass der Klassiker Trittschaum weiterhin für medizinische Behandlungen relevant ist. Dass er sogar außerhalb der Orthopädie genutzt wird, veranschaulicht Christiane Spin anhand eines Anwendungsbeispiels aus der Nuklearmedizin: „Um von der verletzten Hand eines Patienten eine computertomographische Bildaufnahme machen zu können, musste diese während der gesamten Untersuchung ruhig gebettet sein. Der Arzt nutzte dafür unseren weicheren Schaum. Dieser gab der verletzten Hand ausreichend Halt ohne sie unnötig zu belasten.“