Laut GfK äußern sich die Verbraucher hinsichtlich ihrer Konsumneigung geradezu euphorisch. Sie halten den Moment für günstig, gerade größere Anschaffungen zu tätigen. Hinzu kommen die historisch niedrigen Zinsen. Nach der Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, die expansive Geldpolitik auch in den kommenden Monaten beizubehalten, ist davon auszugehen, dass auch das Zinsniveau in der Eurozone in absehbarer Zeit nicht signifikant steigen wird, heißt es in der Pressemitteilung der GfK. Die niedrigen Zinsen seien aber nicht der einzige Grund für den Konsumoptimismus. Eine stabile Beschäftigungslage sorge dafür, dass die Angst der Beschäftigten, ihren Job zu verlieren, gering ist. Dies wiederum sorge für Planungssicherheit, die gerade für größere Anschaffungen der privaten Haushalte wichtig ist.
Zurückhaltender zeigen sich die Deutsche dagegen bei der Einkommenserwartung, für die – allerdings auf hohem Niveau – Einbußen verzeichnet wurden. Laut GfK sorgen möglicherweise deutlich gestiegene Nahrungsmittelpreise dafür, dass der Einkommensoptimismus etwas zurückgegangen ist. So haben zuletzt die Preise für Nahrungsmittel um etwa 5% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Offenbar befürchten die Konsumenten mehr und mehr, dass diese Preisentwicklung ihre Kaufkraft beeinträchtigt.