Das Budget für Weihnachtsgeschenke bleibt auch in diesem Jahr auf konstant hohem Niveau. Mit 280 Euro liegen die geplanten Ausgaben 6 Euro über dem Vorjahresniveau. „Auch Bargeld wird wie bereits in den vergangenen Jahren ein beliebtes Geschenk sein. Das dürfte vor allem in den Tagen nach dem Fest zu einem Großteil in die Kassen der Händler fließen. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,5 Mrd. Euro umfassen“, erklärt Dr. Wolfgang Adlwarth, GfK-Handelsexperte.
Bücher, Spielwaren und Bekleidung sind am beliebtesten
Bücher sind auch in diesem Jahr das beliebteste Geschenk. Zum Fest möchten 38% (+1%) der Menschen mindestens ein Buch verschenken und geben in dieser Kategorie durchschnittlich 39 Euro aus. Für den Buchhandel ergibt sich daraus nach GfK-Berechnungen ein potentielles Umsatzvolumen von 953 Mio. Euro (24 Mio. Euro weniger als im Vorjahr). Bekleidung und Accessoires möchten 29% der Deutschen verschenken (2015: 31%). Dafür werden sie in diesem Jahr durchschnittlich 87 Euro (-3 Euro) aufwenden. Der Handel kann daher mit einem Umsatz von 1,65 Mrd. Euro rechnen (-14 Mio. Euro).
Kleine Freuden des Lebens stehen hoch im Kurs
Die stabile Stimmung der Verbraucher hinsichtlich der Konjunktur- und Einkommenserwartung sorgt zum Jahresende für Kauflaune. Nicht nur die Anschaffungsneigung verzeichnet leichte Gewinne. Deutlich mehr als drei Viertel der Deutschen stimmen laut einer aktuellen GfK-Umfrage der Aussage zu, dass es derzeit ein guter Moment ist, um sich auch einmal die kleinen Freuden des Lebens zu gönnen (86%). Dabei spielt die aktuelle Lebenslage der Verbraucher keine Rolle. So zeigt sich eine durchgehend hohe Zustimmung (über 70%) sowohl bei Konsumenten in gehobener als auch in mittlerer oder einfacher Lebenslage.
Mehr als die Hälfte kauft Geschenke auch online
Geschenke im Internet zu bestellen, ist weiterhin sehr beliebt. Insgesamt wollen 53% der Deutschen mindestens ein Geschenk im Internet erwerben. In den meisten von GfK untersuchten Produktbereichen steigt die Zahl der Personen, die Geschenke nicht nur im stationären Handel, sondern auch online einkaufen möchten. Ein Großteil der Deutschen beginnt mit den ersten Überlegungen für Weihnachtsgeschenke im November (32%). 36% der Befragten geben an, sich bereits vorher Gedanken über Geschenke zu machen. Am seltensten stöbern die Verbraucher in Geschäften, um sich erste Anreize für Geschenkideen zu holen (27%). Eher nutzen sie das Internet für erste Überlegungen (32%). Vor allem die 25- bis 44-Jährigen ziehen das Stöbern im Netz der Ideensuche im Geschäft vor. Verbraucher ab 45 Jahren bevorzugen Geschäfte für die Ideensuche. Ist die Entscheidung für ein Geschenk gefallen, informieren sich die Deutschen vor dem Kauf sowohl im Internet als auch im stationären Handel. Über die Hälfte der Konsumenten nutzt die Internetseiten der Händler als Informationsquelle (58%). Ähnlich viele informieren sich in Kaufhäusern (57%) und Fachgeschäften (53%).