Im Rahmen dieses Forschungsprojekts ist es laut Deutsche Post zum bisher ersten und einzigen Mal in Europa möglich, ein unbemanntes Luftfahrzeug ohne direkten Sichtkontakt eines Piloten in einem echten Anwendungsfall zu betreiben. Zu den technischen Neuheiten des DHL Paketkopters zählen laut Pressemitteilung unter anderem eine verlängerte Flugfähigkeit sowie eine erhöhte Reichweite: Bis zur Insel Juist legt er rund 12 km für einen Weg zurück. Der Flug findet dabei erstmals vollständig autonom statt. Das heißt, in keiner Flugphase ist das Eingreifen eines Piloten erforderlich. Aus Sicherheitsgründen und entsprechend den Vorgaben der genehmigenden Behörden wird der DHL Paketkopter während seines Flugs jedoch von einer mobilen Bodenstation in Norddeich ständig überwacht.
Die Starts vom Festland finden auf dem Hafengelände in Norddeich statt. Die Landung erfolgt auf der Insel Juist auf einem speziell für den Kopter vorgesehenen Start- und Landeplatz. Von dort wird die Ware durch den DHL Zusteller an den adressierten Empfänger zugestellt. Damit die Ware beim Transport optimal gesichert ist, hat DHL Paket einen speziellen Lufttransportbehälter entwickelt, der extrem leicht sowie wetter- und wasserfest sein soll.
Mit dem Forschungsprojekts sollen die Möglichkeiten einer solchen Zustellform weiter erprobt und bewertet werden. Sofern technisch realisierbar und ökonomisch sinnvoll, ist in der Zukunft ein Einsatz von Paketkoptern für die Zustellung besonders eiliger Güter in dünn besiedelten oder schlecht erreichbaren Gebieten sowie bei der Notfallversorgung denkbar.