Die Unternehmens-Gruppe betrieb Ende 2013 weltweit 3.500 Filialen, 2012 waren es 3.325. „2013 war für die gesamte Branche und auch für uns kein leichtes Jahr“, so Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE. „Schnee im März und 15 Grad im Dezember – das waren die Voraussetzungen, unter denen das Jahr bewältigt werden musste.“ Neben Wetterkapriolen habe das Unternehmen auch gestiegenen Einkaufspreisen und einer anhaltenden Konsumzurückhaltung in einigen Ländern gegenübergestanden. „In diesem schwierigen Umfeld haben wir uns gut behauptet“, so Deichmann. Der Unternehmensgewinn sei nach wie vor zufriedenstellend. „Wir können weiterhin unser Wachstum ohne externe Geldgeber realisieren und bleiben damit unternehmerisch unabhängig“, erklärte Heinrich Deichmann.
In Deutschland betrieb der Schuheinzelhändler im vergangenen Jahr 1.333 Filialen (davon gehörten 94 zu Roland und MyShoes), 40 mehr als im Vorjahr. 73,8 Mio. Paar Schuhe wurden verkauft, ein leichtes Minus von 1% (2012: 74,7 Mio.). Gleichzeitig legte aber der Umsatz auf 1,92 Mrd. Euro zu. Das sind 1,24 % mehr als 2012, flächenbereinigt ist dies ein leichter Rückgang um rund -0,4%.
Rund 59% ihres Umsatzes erwirtschaftete die Deichmann-Gruppe im vergangenen Jahr im Ausland. Besonders erfreulich entwickelten sich laut Pressemitteilung die Geschäfte in der Türkei. Als neues Land kam 2013 Bosnien-Herzegowina hinzu. Im Frühjahr 2014 wird das Unternehmen erste Geschäfte in Russland eröffnen. „Wir sind überzeugt, dass das Land ein großes Potenzial bietet und wir die Kunden dort mit unserem Konzept überzeugen werden“, sagte Heinrich Deichmann. Er betonte jedoch auch, dass der russische Markt eine Herausforderung für jeden Newcomer ist. Deichmann will zunächst mit sieben Filialen im ersten Halbjahr starten, vier in Moskau und drei in St. Petersburg, jeweils in Einkaufscentern.
Nach Unternehmensangaben liegen 2014 die Investitionen der Deichmann-Gruppe auf hohem Niveau. Rund 222 Mio. Euro sollen in die internationale Infrastruktur fließen. Davon entfallen rund 62 Mio. Euro auf Deutschland. Es handelt sich vor allem um die Modernisierung und Erweiterung des Filialnetzes sowie um Investitionen in Logistik und IT. Im laufenden Jahr will das Unternehmen sein Filialnetz weiter verdichten, wobei ein qualitatives Wachstum im Vordergrund stehe. Insgesamt plant die Deichmann-Gruppe, 2014 weltweit rund 150 Filialen neu zu eröffnen. 188 Geschäfte werden modernisiert. In Deutschland sind 63 neue Filialen in der Planung, wobei 26 im Zuge von Standortoptimierungen geschlossen werden.