Als zweitbeliebtestes Einwanderungsland der Welt sei für Deutschland das Thema Integration aktuell wichtiger denn je. „Integration ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird“, so die 38-Jährige, die im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern von der Türkei nach Deutschland kam. Kinder mit Migrationshintergrund seien insbesondere im Schulalltag zu häufig auf sich allein gestellt. „Nur wer die Sprache spricht, kann einen guten Schulabschluss machen und sich auf dem Arbeitsmarkt bewähren.“
Bestätigt wurde diese These jüngst von einer Studie der Bertelsmann-Stiftung: 60% der ausbildenden Betriebe in Deutschland haben noch nie Azubis mit Migrationshintergrund beschäftigt. Gründe seien die Sorge vor Sprachbarrieren und zu großen kulturellen Unterschieden. Um die Defizite von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund frühzeitig zu beseitigen, benötigt es jedoch eine Menge Engagement. „Wie das geht, zeigen täglich zahlreiche Schulen, Unternehmer und private Initiativen, die nicht auf den Staat warten, sondern selber handeln“, erklärt Wirtschaftsautor Michael Jungblut. In seinem Buch ’Keiner muss draußen bleiben. 44 Erfolgsmodelle gegen Jugendarbeitslosigkeit‘ führt er zahlreiche Beispiele an, wie mit geringen finanziellen Mitteln viel erreicht werden kann.
Nachahmenswerte Projekte gesucht
Mit dem Deichmann-Förderpreis für Integration werden genau solche Projekte ausgezeichnet. „Er trägt dazu bei, dass benachteiligte Jugendliche, die Unterstützung brauchen, diese auch erhalten“, begründet Nazan Eckes ihre Schirmherrschaft. Alle Initiativen von Unternehmen, Schulen und Vereinen können sich ab sofort unter www.deichmann-foerderpreis.de für den mit 100.000 Euro dotierten Förderpreis bewerben.