Das war 2024
Die Headlines des Jahres
- 20.12.2024
- Redaktion schuhkurier
- 1 Minute
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Headerfoto: Lloyd hat einen neuen Inhaber. (Foto: Lloyd)
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Lloyd hat einen neuen Inhaber. (Foto: Lloyd)
Lloyd wurde mit allen operativen Gesellschaften von der Ara AG durch das Schweizer Unternehmen Arklyz Group übernommen. Arklyz besitzt unter anderem The Athlete’s Foot, Asphaltgold, Intersocks sowie verschiedene globale Lizenzen und Vertriebslizenzen für Marken wie Salomon, Head, Crocs, Nordica, Adidas oder Hey Dude. Die Gremien von Arklyz und Ara hätten sich jeweils einstimmig für die Transaktion ausgesprochen. „Die heutige Ankündigung ist für uns ein strategischer Meilenstein“, kommentierte Param Singh, Vorstandsvorsitzender der Arklyz Group. „Dies ist eine einmalige Chance, eines der angesehensten und bekanntesten Unternehmen der deutschen Schuhindustrie zu übernehmen.“ Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart.
Wortmann-CEO Jens Beining: „Es liegt sehr viel Potenzial brach.“
In dem Urteil vom 26. Januar 2024 (Az. 6 U 29/23) hob das OLG Köln das Urteil der Vorinstanz vom 11. Mai 2023 auf, mit dem das Landgericht Köln der shoe.com GmbH & Co. KG den Verkauf von zwei Sandalenmodellen untersagt hatte, die angeblich Urheberrechte von Birkenstock verletzen. Das OLG Köln war der Ansicht, dass die behaupteten Urheberrechte nicht hinreichend dargelegt und bewiesen wurden. „Wir freuen uns, dass das Gericht unserer Rechtsauffassung gefolgt ist“, sagte Jens Beining, CEO der Wortmann Schuh-Holding KG, kurz nach der Urteilsverkündung. Im Zuge der Entscheidung folgten gleichlautende Urteile in weiteren Auseinandersetzungen. Diese betrafen etwa den Kaffeekonzern Tchibo oder das Schuhunternehmen Rafting Goldstar.
Die bisherigen Inhaber des Schuhhaus Nestel (v.l.n.r.): Hubert und Dagmar Krause, Hans-Georg und Ute Nestel (Foto: Jill Carstens)
Das Reutlinger Traditionsunternehmen wird seit März von seinen neuen Besitzern weitergeführt. Am 29. Februar wurden die beiden Läden neu eröffnet – mit dem Elzacher Schuhhaus Volk als Inhaber. Der vorherige Geschäftsführer Hans-Georg Nestel bleibt mit seiner Frau Ute künftig als Filialleitung aktiv.
Im Gewerbegebiet etwas außerhalb von Weert in der niederländischen Provinz Limburg hat der Schuhanbieter Henkelman seinen Sitz. (Foto: Henkelmann)
Laut dem Zentralem Insolvenzregister der Niederlande wurde der Bullboxer B.V. vor dem Gericht Zeeland-West-Brabant am 16. Februar ein vorläufiger Zahlungsaufschub gewährt. Das ist eine Form der Insolvenz, auf die in den Niederlanden oft ein ordnungsgemäßer Konkurs folgt. Im April gab die Theo Henkelman Footwear BV an, die Markenrechte für den europäischen Markt erworben zu haben. Bullboxer soll „als starker Partner des Schuhhandels in Europa“ positioniert werden, erklärte Henkelman.
Der frühere Görtz-Geschäftsführer Frank Revermann (Foto: Redaktion)
Im Oktober 2023 hatte Deichmann angekündigt, das auf eine weibliche Kundschaft ausgerichtete Sneaker- und Streetwearkonzept bis zum Sommer 2024 einstellen zu wollen. Der ehemalige Görtz-CEO Frank Revermann glaubte offenkundig an das Konzept: Seine neue Onygo Retail GmbH hat die ehemalige Onygo SE mit 19 Standorten übernommen – inklusive der Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten in den Filialen, des Warenbestands, Mobiliars und Ladenbaus.
Die Gabor Shoes AG bündelt Kompetenzen neu. Dazu veränderten sich einige Positionen im Führungsteam. Tom Czizegg, bisher Geschäftsbereichsleiter Pius Gabor, wurde neuer Head of Sales, Dr. Markus Reheis, bisheriger Marketingleiter im Rosenheimer Unternehmen, wurde Head of Brand. Außerdem ergänzte ein Neuzugang das Team: Kristin Käpplinger übernahm zum 1. April die Funktion des Head of Product. Vorstand Sascha Negele wolle eine noch bessere Vernetzung und kurze Abstimmungsprozesse zwischen Vertrieb, Produkt und Brand sicherstellen, teilte das Unternehmen mit.
Ludwig Görtz (Foto: Redaktion)
Der Hamburger Schuhhändler Ludwig Görtz ist tot. Er starb am 31. März im Alter von 89 Jahren. „Er war ein durch und durch ehrbarer Kaufmann“, schrieb damals schuhkurier Chefredakteurin Petra Steinke in einem Nachruf. „In seinen vielen Jahren als Chef des Hamburger Schuhfilialisten war Ludwig Görtz oft der erste, der morgens um sieben im Büro saß – und abends der letzte, der das Licht löschte. Seine Korrespondenz erledigte er selbst. Er gab sich bescheiden und hanseatisch zurückhaltend und war interessiert an kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Themen: Ludwig Görtz hat auch die Schuhbranche über viele Jahre geprägt.
Das Geschäftsführungsteam von Paul Green (v.l.n.r.): Jürgen Posch, Torsten Tesche, Barbara Aichinger und Peter Wastl (Foto: Paul Green)
Die Damenschuhmarke Paul Green bekommt Gesellschaft: Mit Tenhaag will der österreichische Schuhhersteller dem Lifestyle-Trend entsprechen und neue Zielgruppen erschließen. Das Projekt der neuen Marke wurde durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern aus der Sportindustrie realisiert. Der Designansatz von Tenhaag soll sich auf die Einführung innovativer Styles und die Neuinterpretation kommerzieller Silhouetten konzentrieren.
Galeria-Haus am Alexanderplatz in Berlin (Foto: Redaktion)
Im April gab das Unternehmen mit Richard Baker und seinem Unternehmen NRDC sowie dem deutschen Investor Bernd Beetz die neuen Investoren des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof bekannt. Eines der obersten Ziele der Übernahme: So viele der 92 Standorte zu erhalten, wie möglich. Eine genaue Liste veröffentlichte das Unternehmen im April.
S.Oliver-Sitz in Rottendorf. (Foto: S.Oliver)
Nach über zwei Jahrzehnten der Zusammenarbeit wird die Lizenzvereinbarung zwischen S.Oliver und der Wortmann-Gruppe für die Schuhkollektion der Marke zum 31. Dezember 2025 enden. Ab der F/S-Saison 2026 will die S.Oliver-Gruppe die Schuhe in Eigenregie auf den Markt bringen. Der Schritt zurück nach Rottendorf sei ein strategischer Zug, die Marke zu stärken.
Mitte April stellte die IT-Abteilung des Wuppertaler Schuhfilialisten fest, dass es einen Cyberangriff auf das Unternehmen gegeben hatte. Man habe sofort Maßnahmen ergriffen, erklärt eine Sprecherin auf schuhkurier-Anfrage. Direkt wurden alle IT-Systeme heruntergefahren, um keinen weiteren Schaden entstehen zu lassen. Nach einiger Zeit waren alle Systeme wieder aktiv.
Snipes-Gründer Sven Voth (links) und CEO Dennis Schröder (Fotos: Snipes)
Sven Voth, Gründer und bis Ende 2023 CEO der Snipes SE, hat das Unternehmen zum 31. Mai 2024 verlassen. Sein Abschied aus dem Unternehmen wurde bereits im Januar angekündigt und fand damit wie geplant, nun jedoch vorgezogen statt. Voth ist im Juni in den Beirat der Snipes SE gewechselt und steht dem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite. Seitdem übernimmt Dennis Schröder die Gesamtverantwortung für den Streetwear-Händler.
Am 11. Juli hat der Berliner Sneaker-Reseller Stepan Timoshin das Sneaker-Segment des von ihm 2018 gegründeten Unternehmens Vaditim verkauft. Das gab der Jungunternehmer seinerzeit auf LinkedIn bekannt. Auf der Website wurden alle Schuhe aus dem Sortiment genommen. Stattdessen gab es dort nur noch Mode von Vaditim, was sich in der Zwischenzeit selbst zum Modelabel entwickelt hatte.
Längst geschlossen: ehemaliges Görtz-Flaggschiff in Düsseldorf (Foto: Redaktion)
Seit Juli können Görtz-Kundinnen und -Kunden den Onlineshop des Unternehmens nicht mehr nutzen. Görtz-Inhaber Bolko Kissling erläuterte gegenüber schuhkurier: „Wir hatten einen viel zu großen Shop, das war noch der Pandemie geschuldet. Wir arbeiten an einer technischen Verkleinerung und neuen Strukturen.“ Die hinter dem neuen Shop liegende Technik ist laut Kissling zum Teil in Eigenentwicklung entstanden und soll einfacher und kostengünstiger sein als die bisherige. Die damalige Sale-Phase bot sich laut Kissling für die Systemumstellung an. Entgegen der Aussage, den Shop nach rund zehn Tagen wieder hochzufahren, war er bis Redaktionsschluss weiterhin nicht erreichbar.
Foto: Bama
Der Furniturenhersteller Bama, der im Mai 2024 Insolvenz angemeldet hatte, hat den Geschäftsbetrieb eingestellt. Der Insolvenzverwalter erklärte seinerzeit, dass nach der Insolvenz eine Lösung für den Erhalt des Schuhpflegeherstellers gesucht wurde. Es habe sich trotz intensiver Bemühungen kein Investor gefunden, der das Unternehmen fortführen wollte. Die Markenrechte wurden seitdem von dem kanadischen Bekleidungsunternehmen Ganka erworben. Für Europa und Asien wurden diese weiterverkauft: Während Ganka in Amerika aktiv ist, bearbeitet das Unternehmen Kaps die Märkte Europa und Asien.
Dr. Stefan Rassau übernimmt die Gesamtverantwortung bei Ara. (Foto: Ara)
Nach Abschluss der Restrukturierung haben die bisherigen Vorstände Andreas Wortmann (CEO) und Thomas Schmies (CFO) das Langenfelder Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Auch der langjährige Ara Shoes Geschäftsführer Krešimir Zovak ist inzwischen ausgeschieden. Seit dem 1. September 2024 hat Dr. Stefan Rassau als neuer CEO die Gesamtverantwortung bei Ara inne. Er hat gleichzeitig die operative Leitung der Bereiche Strategie, Marketing und Vertrieb von Krešimir Zovak übernommen.
Sylvia Klemens wechselt von Waldläufer zu Seibel (Foto: Sylvia Klemens)
Sylvia Klemens, ehemals bei Lugina in pfälzischen Schwanheim für Entwicklung und Vertrieb verantwortlich, hat das Unternehmen per Ende August verlassen. Seit Mitte September agiert sie als Geschäftsführerin bei der Seibel-Gruppe in Hauenstein Seite an Seite mit Franziska und Carl-August Seibel. Ihre Aufgaben dort umfassen die Bereiche Beschaffung, Produktentwicklung, Produktion und B2B-Vertrieb. Franziska Seibel verantwortet als Geschäftsführerin unter anderem Marketing, Retailaktivitäten und Online, Carl-August Seibel zeichnet sich für den Finanzbereich verantwortlich.
Seit 2017 organisiert Igedo mit der Shoes, bzw. vorher Gallery Shoes, die Düsseldorfer Schuhmesse. (Foto: Igedo Exhibitions)
Der Veranstalter Igedo Exhibitions hat die Daten für die nächste Ausgabe der Shoes Düsseldorf vorverlegt. Die nächste Ausgabe der Shoes Düsseldorf wurde auf den 02. bis 04. Februar 2025 terminiert. Ursprünglich sollte sie von 23. bis 25. Februar stattfinden. Die Messe findet damit zu Beginn der Orderrunde und weiterhin im Areal Böhler statt. Die Igedo-Messen Fashn Rooms und Neonyt sind nach wie vor für den 25. bis 27. Januar geplant.
Distributionszentrum von Shein in Whitestown, Indiana (Foto: Jetcityimage/Adobe Stock)
Die chinesischen Billigshops Temu und Shein sorgen im westlichen Einzelhandel weiterhin für Unmut. Die Regierungsparteien kündigten im September an, die Zollfreigrenze von 150 Euro abzuschaffen. Aktuell müssen Artikel, die in einem Nicht-EU-Land gekauft werden, nicht verzollt werden, wenn ihr Wert unter 150 Euro liegt. Temu, Shein oder auch Aliexpress würden hiervon profitieren.
Supremo-Geschäftsführer Wawi Weichhart (Foto: Mustang)
Mustang hat die Lizenz und die Verantwortung für die Schuhkollektion an die Supremo Shoes & Boots GmbH vergeben. Zuvor arbeitete Mustang hierfür mit der 2Go Shoe Company und Tendenza zusammen. Ab dem 1. Juli 2025 geht die Lizenz an Supremo über. Im Juni 2024 kündigte Supremo bereits die Zusammenarbeit mit Kappa an: Zum Saisonauftakt am Gardasee präsentierte Supremo neben Tom Tailor, Romika und Lurchi auch die Kollektion der Sportmarke Kappa.
Zentrale von Zalando in Berlin. (Foto: HG Esch)
Zalando hat angekündigt, ein Übernahmeangebot für bis zu 100% der Anteile von About You abgeben zu wollen. Vorstand und Aufsichtsrat von About You beabsichtigen, den Aktionärinnen und Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen. Die Hauptaktionäre Otto Group, die Otto Familie, Heartland und das Management haben sich bereits verpflichtet, ihre Anteile in Höhe von gemeinsam rund 73% des Aktienkapitals von About You an Zalando zu verkaufen. Zalando plant, ein Angebot in Höhe von 6,50 Euro je Aktie abzugeben.