Der Investor erwirbt, wie Crocs am 29. Dezember mitteilte, Wandelanleihen mit einer Verzinsung von 6% pro Jahr und kann diese binnen drei Jahren jederzeit in Aktien umtauschen, sollte der Kurs der Crocs-Aktie den Wert von 29 Dollar an 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen übersteigen. Dann würde Blackstone einen Anteil von 13 % an Crocs erreichen. Mit dem Investment wird Blackstone auch zwei Sitze im Management Board des Unternehmens einnehmen.
Durch das Investment will Crocs vor allem sein Aktien-Rückkaufprogramm finanzieren, im Rahmen dessen Wertpapiere in Höhe von insgesamt 350 Mio. Euro zurückgeführt werden sollen. Es verbliebe nach aktuellem Marktpreis ein Anteil frei verfügbarer Aktien in Höhe von 30%. “Wir planen, geduldig, methodisch und opportunistisch bei der Durchführung dieses Rückkaufprogramms vorzugehen”, teilt das Unternehmen mit.
Der Schuhhersteller, der 1999 in Niwot im US-Bundesstaat Colorado gegründet wurde, ist seit 2006 an der Börse und befindet sich in einer angespannten wirtschaftlichen Situation. Die für das vierte Quartal 2013 gesteckten Umsatzziele zwischen 220 bis 225 Mio. US-Dollar würden nur knapp erreicht, heißt es bei Crocs. Der Verlust pro Aktie wird mit 23 Cent beziffert. Aktuell ist ein Anteilsschein am Unternehmen ca. 13 Euro wert.
Crocs-Chef John McCarvel hat unterdessen seinen Rücktritt für Ende April 2014 angekündigt. Es sei eine Ehre gewesen, Teil des globalen Crocs-Teams zu sein, wird McCarvel zitiert. “Wir haben als Unternehmen in den letzten zehn Jahren einen beeindruckenden Prozess vollzogen – von einer ‘Eine-Saison, Ein-Schuh, Ein-Land’-Marke hin zu einem breit aufgestellten internationalen Schuhanbieter mit einer soliden finanziellen Basis.” Das Investment von Blackstone sei ein Zeichen des Vertrauens in das Unternehmen. Ein Nachfolger für den scheidenden Unternehmens-Chef wurde noch nicht genannt – man habe mit der Suche nach einer geeigneten Personalie begonnen, heißt es bei Crocs.