Im Wettstreit mit anderen Modemetropolen wie Paris und New York mag Mailand derzeit die Ausstrahlung fehlen – in die Riege der wichtigsten Shopping-Destinationen gehört die norditalienische Stadt jedoch weiterhin. Das ist nicht zuletzt der Verdienst von Carla Sozzani.
Die langjährige Mitarbeiterin der italienischen Ausgaben von Elle und Vogue gründete 1990 in einem Hinterhof ihren Store 10 Corso Como – die ’Mutter aller Concept Stores‘. Mit einem zum damaligen Zeitpunkt weithin unbekannten Mix aus Mode, Kunst, Büchern und Café läutete Carla Sozzani eine neue Ära des Shoppings ein. ’Slow Shopping‘ lautet ihre Devise.
Über 30 Jahre später expandiert das Konzept – wie so viele italienische Luxusbrands – in Richtung Asien. Nach einem Store in Seoul stand im September 2013 die Neueröffnung in Shanghai an. Bereits das Gebäude ist spektakulär. Erdacht vom amerikanischen Künstler Kris Ruhs, bietet der freistehende, viergeschossige Bau auf 2.500 qm jede Menge Raum für Ausgefallenes und Exklusives. Auf vier Etagen bleibt sich Carla Sozzani auch hier in der Sortimentszusammenstellung treu: Im Erdgeschoss wird ein eklektischer Mix aus Büchern, Home Design, Accessoires und Beauty-Produkten geboten. Über einen gläsernen Lift geht es in die zweite Etage, in der die Menswear untergebracht ist. Eine ’Su Misura‘ Maßschneiderei lässt hier keine exklusiven Wünsche übrig. Auch anspruchsvolle Damen in Chinas Mega-City müssen auf nichts verzichten, sie werden in der Etage darüber fündig. Das Sortiment rund um Fendi, Carven, Chanel, Chloé, Jil Sander und Maison Martin Margiela wird monatlich erneuert und umgestellt.
Abgerundet wird das Einkaufserlebnis durch eine hauseigene Patisserie sowie ein Restaurant auf der vierten Etage, das – wie könnte es anders sein – als Botschafter der italienischen Küche dient.