Laut Medienberichten sollen Unternehmen der chinesischen Textilindustrie, dazu zählen Konfektionäre ebenso wie Ausrüster, Färbereien und Gerbereien, innerhalb von drei Jahren die beschlossenen Regelungen umsetzen. Bis 2016 müssen sich die Unternehmen entscheiden, ob sie den neuen Standards folgen wollen oder nicht. Wer kein Entgegenkommen zeigt, muss schließen. Bis 2017 muss die technologische Aufrüstung umgesetzt sein. Die neue Gesetzeslage betrifft nicht nur die Textilindustrie, sondern auch die Lederindustrie.
Bis dahin sollen die einzelnen Industriezentren zudem eigene, zentrale Kläranlagen errichtet haben. Problemregionen wie der Großraum Beijing-Tianjin-Hebei, das Yangtze River Delta und das Pearl River Delta, haben sogar noch kürzere Fristen.
Weniger Wasserverbrauch
Neben den technischen Anpassungen soll auch der Verbrauch an Wasser reduziert werden. Rund sieben Prozent des gesamten industriellen Wasserverbrauchs geht in China auf die Textilindustrie. 80% davon entfallen auf die Färbe- und Ausrüstungsbetriebe. Bestimmte, wasserintensive Produktionsmethoden und Maschinen sollen deshalb ganz abgeschafft werden. In Zukunft soll die Menge des Wasserverbrauchs die Kapazität bestimmen: Wer wenig verbraucht, darf viel produzieren. Bis 2020 sollen zudem mehr Abwässer recycelt werden. Vor allem Betriebe in wasserarmen Regionen müssen dann 100 Prozent ihres Wasserverbrauchs wieder aufbereiten. Das trifft auf etwa 80% der Garnindustrie, 89% der Bekleidungs- und Chemiefaserindustrie zu. Langfristig will China umweltverschmutzende Industrien wie Färbereien und Ausrüster ganz aus den Ballungszentren entfernen, derartige Betriebe werden sich auf schärfere Kontrollen einstellen müssen.