Caleres, das US-amerikanische Schuhunternehmen, das unter anderem bekannt für Marken wie Sam Edelman oder Allen Edmonds, aber auch das Einzelhandelsunternehmen Famous Footwear ist, schrieb im vergangenen zweiten Quartal des Fiskaljahres überwiegend rote Zahlen. So blieben die Verkäufe mit einem Umsatz von 683,3 Mio. Euro und damit einem Minus um 1,8%, verglichen zum Vorjahr, hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz des Markenportfolios sank im Vergleich zum zweiten Quartal 2023 um 5,1%. Caleres sieht den Grund hierfür in den wachsenden operativen Herausforderungen sowie der saisonal schwachen Nachfrage. Der Gewinn pro Aktie sank auf 0,85 US-Dollar, was unter den Erwartungen liegt.
„Die Ergebnisse von Caleres für das zweite Quartal lagen unter den Erwartungen“, sagt CEO und Präsident Jay Schmidt. „Obwohl unsere Marken und Produkte bei den Verbrauchern weiterhin Anklang finden und wir von unserer langfristigen Vision überzeugt sind, blieben die Ergebnisse des zweiten Quartals in beiden Segmenten hinter unserem Potenzial zurück. Unsere Systemimplementierung führte zu einem Mangel an Transparenz, der uns daran hinderte, die erwarteten Ergebnisse zu erzielen. Außerdem hatten wir eine schwache saisonale Nachfrage und das Schulanfangsgeschäft kam später als erwartet“
Dagegen kam es bei der konsolidierten Bruttomarge zu einer Verbesserung um 30 Basispunkte auf 45,5%. Außerdem erwirtschaftete der Hersteller im zweiten Quartal ein EBITDA von 57,2 Mio. US-Dollar. Die Einzelhandelskette Famous Footwear konnte in dem Zeitraum ein Umsatzplus von 1,5% erzielen. „Trotz der Umsatzverfehlung blieb unsere Bruttomarge stark, was auf das Markenportfolio zurückzuführen ist“, so Schmidt weiter. „Gleichzeitig konnte Famous Footwear Marktanteile in der strategisch wichtigen Kategorie Kinder gewinnen. Darüber hinaus stiegen die Schulanfangsverkäufe im August stark an, so dass die Saison insgesamt unseren Erwartungen entsprach.“
Für die Zukunft kündigt das Schuhunternehmen Restrukturierungsmaßnahmen an. Auf diese Weise sollen jährlich Einsparungen in Höhe von 7,5 Mio. US-Dollar erreicht werden; für das Jahr 2024 sollen sich diese auf 2 Mio. US-Dollar belaufen.
Für das Gesamtjahr 2024 gehe man außerdem von einem weiteren Rückgang des Nettoumsatzes aus. Dieser würde sich auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich einpendeln. Die vorangegangene Prognose belief sich auf einen gleichbleibenden bis 2%-steigenden Wert. Für den Gewinn pro Aktie wird die Prognose 2024 auf 3,94 bis 4,09 US-Dollar geschätzt, der bereinigte Gewinn pro Aktie werde auf 4,00 bis 4,15 US-Dollar geschätzt. Diese schließen rund 3 Mio. US-Dollar aus, die im dritten Quartal an Restrukturierungskosten anfallen werden.