Die Zahlen des BVDW untermauern die Entwicklung der letzten Jahre. Immer mehr Menschen sind online unterwegs. Der interaktive Handel in Deutschland konnte 2014 erneut ein deutliches Umsatzwachstum erzielen. Separat betrachtet, verzeichnet der eCommerce-Bereich ein Plus von 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die beliebteste Warengruppe ist noch immer Bekleidung (+1,5%), dicht gefolgt von Unterhaltungselektronik (+30%) und Büchern (+1,5%). 41,9 Mrd. Euro wurden 2014 im Versandhandel mit eCommerce umgesetzt. Dies entspricht 85% des Gesamtumsatzes in der Branche.
Mobile Commerce boomt nach wie vor
Bis 2020 wir der Online-Anteil laut BVDW am gesamten Einzelhandel 15,7% betragen. Bereits knapp die Hälfte (49%) aller Online-Umsätze werden bis 2018 über mobile Devices eingeholt. Der Umsatz in der Display-Werbung stieg 2014 um 52%an. Dies entspricht 1,581 Mrd. Euro Netto-Werbeumsätze für Online und Mobile.
Nutzer sind ungeduldig
30 bis 50% aller Käufe in Deutschland beginnen bei Amazon. Alle 12 Minuten aktivieren User ihr Smartphone und nutzen es im Durchschnitt 3 Stunden täglich. Hier ergeben sich für Händler, insbesondere durch mobile Optionen wie die iBeacon-Technologie, enorme Chancen. Doch Nutzer haben wenig Zeit: Maximal 3 Sekunden wartet ein User, bis der Shop sein Sortiment geladen hat. Muss er länger warten, verlässt er die Website wieder und kauft möglicherweise beim Wettbewerber ein.
Internetnutzung der Generation Z liegt bei 100 Prozent
90% der Marketeer im eCommerce sehen Individualisierung ganz oben auf ihrer Prioritätenliste und bereits 78% der Marketing-Verantwortlichen betreiben hierfür bereits ein datenbasiertes Marketing. Doch auch die junge Generation sollte Beachtung finden, denn sie sind die Kunden von morgen. Bereits heute ist die sogenannte Generation Z (14-19-Jährige) für knapp 44 Mrd. US-Dollar Einkaufsvolumen im Jahr verantwortlich und die Internetnutzungsrate liegt bei satten 100%. Im Vergleich: bei den über 60-Jährigen sind es lediglich 45%. Aus diesem Grund ist es dringend nötig, dass sich Marketeer mit der richtigen Zielgruppenansprache beschäftigen.
Fazit
Der eCommerce braucht laut BVDW den Point of Sale und auch der PoS erlebt durch neue Technologien und Prinzipien aus dem Online-Handel ein Comeback. Die Beratung über Screens und Tablets, Geolocation-Dienste oder Mobile Payment bringen die Vorteile des Internets in das Ladengeschäft.