Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zahlen ihre Einkäufe weiterhin vorwiegend bar. Entsprechend werden 53% der Umsätze für Waren und Dienstleistungen mit Banknoten und Münzen beglichen. Aus der Studie geht ebenso hervor, dass der Anteil der Barzahlungen bezogen auf den Umsatz gegenüber 2011 konstant geblieben ist. Hinsichtlich der Anzahl der Transaktionen ist der Bargeldanteil mit 79% gegenüber 2011 mit 82% weiter gefallen.
Bei den bargeldlosen Zahlungsinstrumenten, zu denen neben Debit- und Kreditkarten beispielsweise auch Überweisungen und Lastschriften zählen, greifen Verbraucherinnen und Verbraucher laut Studienergebnissen bevorzugt zur Girocard (frühere ec-Karte). Annähernd 30% der erfassten Umsätze werden inzwischen mit der Girocard bezahlt. Zum Vergleich: 2011 waren es noch rund 28%. Der Anteil der Girocard-Zahlungen an der Anzahl der getätigten Transaktionen steigt kontinuierlich.
Durchschnittlich 103 Euro im Portemonnaie – bei weiter steigendem Kartenbesitz
Im Durchschnitt führen Privatpersonen 103 Euro bar mit sich, davon 5,73 Euro in Münzen. Damit ist der Bargeldbestand im Portemonnaie gegenüber 2011 gleich geblieben.
Gleichzeitig besitzen 97% der Befragten ihren Angaben zufolge mindestens eine Girocard – ein Zuwachs in Höhe von drei Prozentpunkten gegenüber 2011. Kreditkarten sind nach wie vor weniger stark verbreitet. 32% der Befragten geben an, über mindestens eine Kreditkarte zu verfügen, wobei ein Trend zum Besitz von mehreren Kreditkarten pro Befragten deutlich wird.
Auswirkungen des Onlinehandels auf Zahlungsverhalten werden stärker
Das Internet ist gemessen am Umsatz zu einem der fünf wichtigsten der untersuchten Einkaufsorte geworden. Diese Entwicklung fördert die Nutzung bargeldloser Zahlungsinstrumente. Insbesondere spezialisierte Internetbezahlverfahren gewinnen weiter an Bedeutung.
Mobile und kontaktlose Bezahlverfahren werden bekannter
Die Bekanntheit von mobilen und kontaktlosen Bezahlverfahren steigt zwar, allerdings haben sich die Verfahren bisher noch nicht durchgesetzt. Dies beruht insbesondere auf der mangelnden Akzeptanz im Handel, aber auch auf unzureichender Ausstattung der Verbraucherinnen und Verbraucher mit kontaktlosen Zahlungskarten und mobilen Bezahlverfahren.
Die Hälfte der Bevölkerung ist festgelegt bei der Wahl der Zahlungsinstrumente
Die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher ist bei der Wahl der Zahlungsinstrumente festgelegt: 33% der Befragten zahlen nach eigenen Angaben immer bar, 17% zahlen unbar, wo immer möglich. Prinzipiell kann diese Vorfestlegung dazu führen, dass sich Innovationen im Zahlungsverkehr langsamer durchsetzen.
Insgesamt betrachtet besteht in der Bevölkerung bei der Nutzung von Zahlungsinstrumenten nur wenig Bereitschaft zu Experimenten. Daher sind kurzfristige Änderungen der Zahlungsgewohnheiten derzeit nicht zu erwarten.