Einer Netto-Betriebshandelsspanne von 38,5% standen Kosten von 36,6% gegenüber. Zusätzlich wurden Erträge aus Skonti und Boni in Höhe von durchschnittlich 1,5% erzielt. Das Betriebsergebnis vor Steuern lag damit bei 3,3% vom Brutto-Umsatz.
An dem Vergleich beteiligten sich insgesamt fast einhundert Textilhandelsunternehmen mit Jahresumsätzen zwischen unter 200.000 (kleinste Umsatzgruppe) und über 80 Mio. Euro brutto (größte Umsatzgruppe). Im Durchschnitt erzielten die Teilnehmer 2014 einen Brutto-Umsatz in Höhe von 8,7 Mio. Euro. Für die Durchschnittsberechnung wurden die gemeldeten Zahlen gleich gewertet, eine Gewichtung nach Umsatz wurde nicht vorgenommen.
Errechnet wurden Kennziffern wie die durchschnittliche Mitarbeiter- und Raumproduktivität, Lagerumschlag, Preisabschriften, Teilwertabschläge der beiden letzten Jahre und die wichtigsten Kostenarten. Ein Vergleich mit den vom BTE veröffentlichten Zahlen der Vorjahre ist nach Verbandsangaben kaum möglich, da Zahl und Zusammensetzung der Teilnehmer unterschiedlich waren. Bei der Interpretation des Betriebsergebnisses sei zudem zu berücksichtigen, dass der kalkulatorische Unternehmerlohn mit umsatzbezogenen Werten von 1 bis 5% vom Umsatz vorgegeben wurde.
Der ausgewiesene Gewinn in Höhe von 1,8% vom Bruttoumsatz (ohne Skonti/Boni) ist aber aus Sicht des BTE nur ein mäßiges Ergebnis für den mittelständischen Modefachhandel. Er erreiche längst nicht die Rendite vieler vertikaler Handels- und Herstellerunternehmen.