Bei der ersten Rabattaktion gehe diese Strategie zwar meist auf, doch die Kunden gewöhnen sich schnell daran und erwarten dann zu jedem Saisonbeginn Preisnachlässe auf aktuelle Mode. Zudem haben zuletzt immer mehr Mitbewerber nachgezogen, so dass schon zu Saisonbeginn ein Preisverfall zu Lasten der Rendite eingesetzt hat, teilt der BTE mit.
Für die Glaubwürdigkeit der Branche sind Saisoneröffnungsrabatte ohnehin katastrophal, so der BTE. Für den Kunden tendenziell nachvollziehbar sei sicherlich, dass Mode im Saisonverlauf an Wert verliert, da sich die Tragezeit verkürzt. Warum aber soll eine brandneue Ware weniger als den regulären Preis kosten? Hier setzt man sich schnell dem Verdacht von Mondpreisen aus!
Tatsächlich hätten viele Unternehmer im Modehandel die Problematik der frühen Rabatte erkannt. Sie trauten sich aus Angst vor Umsatzverlusten aber nicht, von dieser Praxis abzuweichen. Vor diesem Hintergrund sollten Alternativen gesucht werden, die weg von pauschalen Nachlässen auf das gesamte Sortiment für alle Kunden gehen.
Einige Praxis-Beispiele:
Fazit
Es ist sicherlich nicht einfach, die anhaltende Abwärtsspirale der Preise zu stoppen. Bei dieser Aufgabe braucht der Handel Kreativität und ggf. auch das nötige Selbstbewusstsein, um nicht bei jeder Rabattaktion eines Mitbewerbers (auch im Internet!) mitzuziehen. Wer in punkto Sortiment, Beratung und Ambiente seine Hausaufgaben gemacht hat, dürfte sich laut dem BTE Preisstabilität zu Saisonbeginn durchaus leisten können.