Der Einzelhandel braucht die Abbildungen sowohl für interne Abläufe als auch für seinen – wie auch immer gelagerten, aber immer wichtiger werdenden – digitalen Auftritt gegenüber seinen Kunden.
Bisher besteht zwar bereits die Möglichkeit, Bildinformationen im ’Pricat‘ zu übertragen. Häufig seien es jpg.-Dateinamen oder Bild-URLs, die von Lieferanten in den dafür vorgesehenen Datenfeldern mitgesendet werden. Dies reiche jedoch nach Ansicht des Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels BTE nicht aus. Vielmehr müsse die Bilddatenübertragung in ihren Grundzügen standardisiert werden, damit das Handling für den Handel problemlos und ohne aufwändige Nachbearbeitung in einem automatisierten Prozess erfolgen köne.
Zu diesen Standardisierungserfordernissen gehören laut dem BTE beispielsweise einheitliche Bildidentifikationen, Spezifikation von Feldlängen, Daten-Qualifiern und Bildauflösungen für konkrete Handelsanwendungen, Timing und Ablaufprozesse der Daten-Übertragung, Zugriff auf Bilddatenpools sowie Schnittstellen zur Warenwirtschaft und zu Endgeräten).
Vor diesem Hintergrund ist der BTE bereits vor einiger Zeit aktiv geworden und habe intensive Gespräche mit der Rationalisierungs- und Standardisierungsorganisation GS1 geführt. In den nächsten Monaten sollen dazu Workshops mit Vertretern aus Industrie, Handel und IT-Dienstleistern geführt werden mit dem Ziel, bereits im vierten Quartal umsetzbare Ergebnisse zu erzielen.
Der BTE appelliert vor diesem Hintergrund eindringlich an die Lieferanten des Modehandels, ihren Kunden schnellstmöglich geeignete Bilddaten zur Verfügung zu stellen. Entweder bereits bei der üblichen Übermittlung der Artikelstammdaten im ’Pricat‘ oder ggf. bei einem ’Update‘ des ’Pricat‘ in Verbindung mit dem elektronischen Lieferschein (DESADV). Da die Bilddateien beim Lieferanten in aller Regel ohnehin bereits vorhanden sind – z.B. weil sie für einen Hersteller-eigenen Online-Vertrieb benötigt werden – sollte dies kein Problem darstellen. Im Übrigen dürften Markenhersteller ein eigenes Interesse daran haben, dass der Einzelhandel in seiner digitalen Kommunikation mit Endverbrauchern möglichst Original-Fotos in professioneller Qualität verwendet.