Das Konsumklima verzeichnete im Juni zum zweiten Mal in Folge Verluste. Wesentlicher Grund sei der spürbare Rückgang des Einkommensindikators in diesem Monat, teilten die Experten der GfK mit. Dagegen könne die Anschaffungsneigung ihre im Vormonat erlittenen Einbußen mehr als wettmachen und zeige eine im Großen und Ganzen stabile Entwicklung. Die Konjunkturerwartung gehe zudem aktuell nicht weiter zurück. „Nach wie vor belasten die globale Konjunkturabkühlung, die anhaltenden Diskussionen um den Brexit sowie der Handelskonflikt mit den USA den Konjunkturindikator. Diese Faktoren belasten gerade die Exportnation Deutschland. Das gilt insbesondere für den Handelskonflikt mit den USA. Folglich wurden auch die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft spürbar zurückgenommen“, heißt es seitens der GfK.
Sorgen über Arbeitslosigkeit nehmen zu
Darüber hinaus habe der Einkommensindikator von der exzellenten Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland profitieren können. Doch nun mehrten sich die Stimmen, die von einem Ende des Beschäftigungsbooms sprechen. Folglich sei die Furcht vor Jobverlust bei einer Reihe von Arbeitnehmern gestiegen, was auch die GfK-Studie zeigt: Der Anteil der Verbraucher, die davon ausgehen, dass die Erwerbslosigkeit wieder etwas steigen könnte, nimmt im Juni zu. „Ob es sich bei diesem Einbruch um einen einmaligen Ausreißer nach unten handelt oder dass der Beginn einer Trendwende für den Indikator ist, werden die kommenden Monate zeigen“, schreiben die Experten aus Nürnberg.
Konsumklima mit zweitem Rückgang in Folge
Für Juli zeigt das Konsumklima einen Wert von 9,8 Punkten und damit 0,3 Punkte weniger als im Juni. Damit sinkt das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge. Die Binnennachfrage bleibt dennoch eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur. Damit das so bleibt, muss der Verunsicherung um die Jobsicherheit, die auch durch den Handelskonflikt mit den USA gewachsen ist, möglichst schnell begegnet werden. Sollte das in den Augen der Beschäftigten nicht gelingen, würde es das Konsumklima noch stärker belasten. Auch die GfK-Konsumprognose von 1,5% für dieses Jahr wäre dann sicherlich nicht zu halten.