Die neue Berufsbezeichnung ’Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik‘ soll die ganze Bandbreite des Berufsbildes verdeutlichen. Schließlich wandle sich der Beruf stetig und „erhöhte Qualitäts- und Umweltanforderungen“ seien in der Ausbildung zu berücksichtigen, heißt es von Seiten des BIBB.
Die neue modernisierte Ausbildungsverordnung soll zum 1. August in Kraft treten.
Die Aufgaben einer Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik
Laut BIBB ist die Lederherstellung ein aufwändiger und langwieriger Veredelungsprozess, bei dem die Tierhaut rund 40 Verarbeitungsstufen durchlaufen muss. Unterschieden wird je nach Einsatzgebiet zwischen Auto- und Möbelleder (Anteil: 70%), Schuhleder (20%) sowie Leder für Sattlerwaren, Bekleidung und Sportgeräte (10%). Fachkräfte für Lederherstellung und Gerbereitechnik richten die Maschinen und Anlagen ein, bedienen sie und führen die verschiedenen Gerb-, Trocknungs- und Zurichtungsprozesse aus. Sie überwachen die Prozessabläufe und korrigieren sie bei Bedarf. Auch die Kontrolle zwischen den einzelnen Bearbeitungsstufen, die Sortierung und Endkontrolle ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.