Vom Gesamtumsatz entfallen 46,90 Mrd. Euro auf den Onlinehandel, der somit einen Anteil von fast 90% am Gesamtumsatz der Branche des Interaktiven Handels (Versand- plus Onlinehandel) ausmacht. Das ergab die groß angelegte Verbraucherstudie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH). „Im Jahr 2015 hatte der Interaktive Handel vier Wachstumsquartale hintereinander. Die Kauflaune ist aufgrund der robusten Konjunktur und der niedrigen Zinsen stabil. Die Umsatzsteigerung ist eine Abstimmung per Maus-Click: E-Commerce und Versandhandel stehen für mehr Auswahl, Service und modernes Einkaufserlebnis“, bewertet Gero Furchheim, Präsident des BEVH, die Entwicklung.
Der Platzhirsch unter den Warengruppen war auch 2015 das Segment Bekleidung, mit einem Umsatz im E-Commerce in Höhe von 10,0 Mrd. Euro (+18%). Der Umsatz mit Schuhen im Interaktiven Handel lag im Jahr 2015 bei 3,537 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 5% gegenüber dem Vorjahr.
Ein gutes Konsumklima und außerordentliches Innovationspotential begleiten die Branche nach Angaben des Verbands auch im Jahr 2016. Konservativ geschätzt geht der BEVH von einem Plus von 4% auf 54,5 Mrd. Euro im Interaktiven Handel und einem Plus von 12% auf 52,5 Mrd. Euro im E-Commerce aus. „Mit Blick auf die Marktlage, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das noch nicht ausgeschöpfte Wachstumspotential bestimmter Warengruppen gehen wir weiterhin von einem überdurchschnittlichen Wachstum des Online- und Versandhandels gegenüber dem gesamten Einzelhandel aus. Denn das Volumen des Einzelhandels lässt noch wesentlich mehr E-Commerce zu“, prognostiziert Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BEVH.