Die Vorwürfe wiegen schwer: Laut ’Die Zeit‘ geht es um nicht erfasste und nicht bezahlte Überstunden, unklare Arbeitszeiten, monatelange Urlaubssperren und Nachtschichten. Die Arbeiter könnten sich nicht auf vorhandene Dienstpläne verlassen, sondern müssten ihre Supervisor oft persönlich oder am Telefon fragen, ob sie arbeiten dürfen. Zum Teil sollen sie sofort oder bereits nach wenigen Stunden wieder nach Hause geschickt worden sein. Ferner heißt es in der Zeit-Reportage, dass zahlreichen Arbeitern ohne Angaben von Gründen gekündigt werde.
Betroffen seien Leiharbeiter, die Adidas von den Personaldienstleister Manpower und Olympia zugewiesen bekomme.
In einer Stellungnahme von Adidas bestreitet der Konzern die Vorwürfe, die jeglicher Grundlage entbehren würden. „Wir haben alle Vorwürfe gemeinsam mit unserer Personalabteilung und dem Betriebsrat vor Ort in Rieste geprüft. Das Ergebnis: Keines der aufgeführten Themen ist uns bekannt“, erklärt Adidas.