„Die Herausforderung der kommenden Jahre wird sein, weiterhin systematisch zusammenzuarbeiten“, erklärte die Assomac-Präsidentin Gabriella Marchioni Bocca. „Wir repräsentieren einen wichtigen Wirtschaftszweig. Nur gemeinsam können wir unsere Interessen effektiv vertreten.“ Diesen Appell der Verbandsvorsitzenden unterstrich Vincenzo Boccia vom Industrieverband Confindustria. Sollte es zu Marktveränderungen kommen, sei es nicht der richtige Weg, diese zu bekämpfen, so Boccia. Vielmehr sei eine Anpassung nötig, die von allen Stufen der Industrie getragen werde. Auch die Verbände spielten dabei eine zentrale Rolle. Ihr Selbstverständnis müsse sich von eher defensiv eingestellten Besitzstandswahrern hin zu einer aktiven Avantgarde entwickeln.
Branche legt leicht zu
Im Rahmen des Meetings wurden auch Daten zur Entwicklung des Sektors im vergangenen Geschäftsjahr vorgestellt. Nach zwei Jahren des kräftigen Wachstums ging dieses 2015 auf nur noch +1,9% zurück. 2014 war der Industriezweig noch um 9,6% gewachsen. Die Exporte konnten im dritten Jahr in Folge gesteigert warden. Das Plus lag hier bei 2,3%, auch dies ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Nach Angaben von Assomac zogen vor allem die Investitionen in Schuh-, Leder- und Gerbmaschinen aus westeuropäischen Ländern an. Auch die Ausfuhren nach Nord- und Zentralamerika entwickeln sich positiv.