Mit milliardenschweren Steuererleichterungen und weiteren Haushaltsmaßnahmen will Italiens Regierung die Konjunktur in Italien ankurbeln. Das neue ’Stabilitätsgesetz‘ mit einem Volumen von rund 36 Mrd. Euro beinhaltet neben Steuererleichterungen für gering bezahlte Beschäftigte, Haushalte und Unternehmen auch neue Ausgaben. Der italienische Dachverband der Industrie Confindustria begrüßte grundsätzlich das Maßnahmepaket mit den Wirtschaftsreformen. Laut dessen Präsidenten Giorgio Squinzi gehe das ’Stabilitätsgesetz‘ mit Sicherheit in Richtung Wachstum. Kritik übte er dennoch nicht nur an der Erhöhung der regionalen Unternehmenssteuer (IRAP), sondern auch an der mangelnden Transparenz der zu investierenden öffentlichen Geldern, vor allem bei der Förderung der Industrie. Die Entscheidung der Regierung 130 Mio. Euro für die italienische Industrie und dem Außenhandel zu streichen, habe zwangsläufig negativen Einflüssen für italienische Unternehmen im Ausland, führt Squinzi an.
Cleto Sagripanti, Präsident des italienischen Herstellerverbandes Assocalzaturifici, der die Bedenken von Giorgio Squinzi teilt, sagt: „Die eingebrachte Gesetzgebung markiert einen Bruch mit der Vergangenheit und bewirkt einen Wendepunkt hin zu Wachstum und Arbeit. Aber es gibt noch viel zu tun, um das Vertrauen in die Wirtschaft wieder vollständig herzustellen. Wir sind davon überzeugt, dass wir anfangen müssen, unsere Wirtschaft zu schützen.“
In diesem Sinne will Cleto Sagripanti auf dem Jahrestag des Herstellerverbandes Assocalzaturifici am 15. November 2014 in Florenz Verbesserungsvorschläge zur Förderung der Beschäftigten und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie präsentieren.