Hintergrund seien Nachfragerückgängen in einzelnen Märkten sowie ein generell sehr anspruchsvolles Umfeld im Schuh-Einzelhandel, teilt Ara mit. Das Programm sehe vor, dass im Zuge eines noch im Detail zu verhandelnden Sozialplanes auch am Standort der Konzern-Zentrale in Langenfeld Arbeitsplätze wegfallen. Angestrebt werden dabei die Konzentration der Produktion auf die Know how-intensive Fertigung von Prototypen sowie weitere punktuelle Personalreduzierungen. Die bisher noch am Standort Langenfeld verbliebene Serienfertigung von Schuhen soll in diesem Zusammenhang eingestellt werden. Von den aktuell vor Ort beschäftigten 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden laut dem Unternehmen – vorbehaltlich der weiteren Gespräche mit dem Betriebsrat – voraussichtlich bis zu einem Viertel von dieser Maßnahme betroffen sein. Zum Teil sollen die entsprechenden Austritte über Ruhestands- und Altersteilzeit-Regelungen sowie über das Auslaufen von befristeten Verträgen stattfinden. Ferner beabsichtigt die Geschäftsleitung ein Modell zu entwickeln, das innerhalb der nächsten Monate auch das freiwillige Ausscheiden fördern soll.
„Ara hat als eines der wenigen Unternehmen seiner Größenklasse überhaupt noch eine Serienfertigung von Schuhen in Deutschland vorgehalten. Im Zuge der Kosten- und Nachfrage-Entwicklung der letzten Saisons sind wir leider gezwungen, uns hier den Marktverhältnissen anzupassen”, erklärt Vorstandsvorsitzender Maximilian Müller. „Diese Entscheidung fällt dem Vorstand außerordentlich schwer und ist erst nach ausführlichster Abwägung aller Fakten gefallen. Sie erscheint jedoch unumgänglich, um die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens auf Dauer zu erhalten. Dabei werden wir auf eine soziale Abfederung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußersten Wert legen.“
Der Vorstand der Ara Shoes AG betont zudem, dass auch in Zukunft alle wesentlichen Zentralfunktionen des Konzerns – von der Produktentwicklung bis zum Vertrieb – schwerpunktmäßig in Langenfeld verbleiben werden.